er beginnt....
Wenn der Leidensdruck dermaßen stark wird,
dass die Veränderung das kleinere übel ist.
Wenn der Wunsch sich zu finden, eine so starke Sehnsucht in
einem wachruft, dass man alles in kauf nimmt um diese Sehnsucht
zu stillen.
Wenn man das Gefühl hat, dass Alte hat keinen Bestand mehr.
Neues schaffen, sich neu definieren, sich neu finden und erfinden.
Wenn man das Gefühl hat, seiner Intuition, seinem inneren
Kompass folgen zu müssen.
Wenn man das Gefühl hat, seine Lebensqualität verbessern zu müssen
(© Roswitha K.)
Ein Bewusstwerden des Schmerzes.....
ist der einzige Weg, den Teufelskreis der Selbstdestruktion
zu durchbrechen, indem sich so viele in unserer Gesellschaft befinden.
Jeder von uns, der als Kind seinen Schmerz beiseite
schieben musste, weil er weder Anteilnahme noch Echo für
sein Leiden erfuhr, wurde Schlimmes angetan.
Diese Tatsache muss jedoch aus dem Bewusstsein verdrängt werden,
weil kein Kind mit dem seelischen Schmerz leben kann,
dass ihm keine Anerkennung und Liebe zuteil wird,
dass er emotional verlassen wurde.
Für Kinder geht es ums Überleben, weil Schmerz töten kann.
(Arno Grün)
Man muss SICH mehr Bedeutung beimessen, und nicht den Dingen.....
(© Roswitha K.)
Ich habe nie begriffen...
das ein miteinander so distanziert und gefühllos sein kann.
Vertrauen und Nähe existiert nicht.
Als wenn Fremde (die sich nichts zu sagen haben) sich begegnen.
Die Wärme eines liebevollen Miteinanders, blieb nur als Sehnsucht und
Wunsch in mir verborgen, immer auf der suche diese Sehnsucht
zu befriedigen.
Alles Verborgene muss an die Oberfläche.
Alles Verborgene muss angeschaut, gefühlt und durchlitten werden.
Und all das muss in Liebe zu einem selbst, verziehen und als verlorener
und wieder gefundener Teil von sich, angenommen werden.
Man bekommt nur dann sein Leben zurückt, wenn man bereit ist es
anzunehmen und anzuerkennen, mit all seinen negativen Gefühlen
und Erlebnissen.
Zu wissen, dass man ein Mensch war der unvorstellbares gemacht,
aus Unwissenheit.
Zu wissen, dass man gegen alle Regeln verstoßen hat.
Zu wissen, dass man Menschen verletzt hat.
Zu wissen, dass die Scham die man jetzt fühlt, einen echten und
ehrlichen Grund hat, aber jetzt auch die Wahl hat diese Scham
umzuwandeln in „Sich akzeptieren wie man ist“
Und endlich bereit ist, das alles anzuerkennen in Liebe.
In Liebe zu einem Selbst.
Und das Menschsein begreift, als menschlich sein, Fehler machen zu dürfen
ohne sich schämen und verdammen zu müssen.
Die Zukunft voraussehbar und planbar machen.
Wer sich nur über den Verstand, dem Intellekt weiterentwickelt, bleibt
emotional ein Kind.
Mich als nicht - liebenswert- zu zeigen, gibt mir die Sicherheit vor einer
falschen Liebe sicher zu sein, und einer Nähe, aus der es kein entrinnen
mehr gibt, weil ich sonst seelisch verschlungen werde.(© Roswitha K.)
Ein Neuanfang?....
Wie und wann beginnt er, und hat man überhaupt die Chance?
Er beginnt dann, wenn man bereit ist, sich dem Leben nicht
mehr zu verweigern. Bereit ist, sein Leben so wie es ist, zu leben.
Bereit ist, all die negativen Erlebnisse in der Kindheit,
im Heute als Erwachsener, verstehen zu lernen.
Geduld zu haben, und zu warten, bis Lektionen in
Form von Situationen, und Menschen auf mich zutreten, um damit
die Möglichkeit zu bekommen, Bewusster zu werden für die Fehler,
der Vergangenheit.
Wenn ich meine Gegenwart bewusst bewältige, bringe
ich mehr Verständnis für meine Vergangenheit auf.
Sich mehr zu Vertrauen als allen anderen.
Seine Wahrheit sehen, und zu wissen das man
es schafft sie anzuerkennen.
Ich wollte mein Leben nicht anschauen, aus Angst es nicht
annehmen, und kontrollieren zu können, oder es gar zu verändern.
Da ich Opfer gewesen bin, und diese Gewissheit so tief
in mir verankert war, wurde mir nicht bewusst, dass
ich Erwachsen geworden bin, und über geistige Intelligenz verfüge,
aus der Opferrolle in die Autonomie überzuwechseln.(© Roswitha K.)
Ablenkungsmanöver...
Ich werde nicht mehr bei anderen das missionieren wollen,
das ich bei mir nicht sehen will.
Solange ich im anderen das erkennen muss, was ich erfolglos versuche
in mir nicht zu sehen, solange ist mein Gegenüber ein Feind,
den ich bekämpfen muss, damit er sich verändert.
ICH muss den Schmerz fühlen, ICH muss die Wahrheit sehen und
nicht der andere den ich zwingen will seine Probleme zu sehen,
und sie für mich aufzuarbeiten.
Unruhe, sie ist gefährlich, sie ist ein Hinweis dafür etwas will
angesehen und wahrgenommen werden, und gefährlich deshalb,
weil sie nach Ablenkung sucht um genau das nicht zu müssen.
(© Roswitha K.)Loslassen....
bedeutet die Endgültigkeit der Situation zu spüren.
Kein zurück mehr.
Sich dem Neuen zuwenden.
Leiden zu müssen, weil man den Verlust spürt.
Traurigkeit.
Wieder mit sich alleine sein.
Und man sich die Frage stellt warum das alles?
Es tut weh, es ist ein einziger Schmerz der mein Innerstes ausfüllt.
Der Schmerz über das Wissen, dass sich nichts verändern wird.
Die Trauer um all die verlorenen Momente, die sein hätten können.
(© Roswitha K.)
Ich lasse nicht mehr zu....
Das was für mich Schmerz ist, ist für dich Normalität, ein Kick.
Zu wissen das dieser Kick pure aggressive Energie ist, um den
Motor deiner Sucht anzutreiben.
Ich lasse es nicht mehr zu, dass ein anderer mich abwertet, um
SICH aufzuwerten.
Ich halte nicht mehr darauf still, aus Angst diese Liebe zu verlieren,
oder noch tiefer gedemütigt zu werden, wenn ich mich wehre.
Damit der andere aufhört einen weh zu tun, ist man zu vielen bereit.
In meinem Genesungsprozess geht es darum, die Wahrheit aufzudecken.
Bewusst, die negative Vergangenheit anzusehen, und zu fühlen.
Nicht Bewerten, sondern zu entscheiden was ist richtig für mich,
und was will ich verändern. (© Roswitha K.)
Die Veränderung beginnt....
wenn ich bewusst die Dinge sehe wie sie sind.
Ich an mir Interesse zeige ,und den Wunsch verspüre mich kennen
zu lernen.
Ich den Wunsch verspüren, mir angenehme und nicht zerstörerische Gefühle zu verschaffen.
Mich zeige, in meiner Ganzheit.
Lerne mit meinen Gefühlen, Unsicherheiten, Ängste, Süchte umzugehen.
Und wenn unangenehme Gefühle in mir hochsteigen, sie rauslassen
und annehmen.
Sie anschauen lernen, ohne sie zu zensieren, oder mich dafür zu schämen, oder zu verdammen, und bewusst entscheide wie ich damit umgehe.
Ich begann mich nicht immer permanent schuldig zu fühlen.
Ich mich nicht mehr schämte, für das was mich ausmacht.
Wenn man als Kind mit ansehen musste, wie zerstörerisch
Gefühle sein können, wen wundert es da das man Angst hat sie
herauszulassen und auszuleben.
Als ich zusah wie sich meine Eltern gegenseitig zerfleischten
(er Alkoholiker sie Co-abhängig) begriff ich rein vom Verstand
her überhaupt nicht was da vor sich ging, sondern ich fühlte nur
diese tiefe, für mich tödliche aggressive, böse, negative Gefahr,
die von diesen Gefühlen ausgingen, mit denen sie sich gegenseitig
zuschütteten.
Positive Gefühle kannte ich nicht.
Gefühle in denen man sich reinfallen lässt um sich darin wohl
zufühlen, die waren mir fremd. (© Roswitha K.)
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