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Ich hatte viele Fragen, und ich fand mögliche Antworten
und schrieb sie hier nieder...............
Ohne Bewusstwerdung seines Schmerzes kann ein Mensch nicht
zum Menschen werden. Er kann höchstens einer effizienten Maschine
gleichkommen, die das Menschsein imitiert. Diejenigen dagegen,
die Schmerz spüren, bleiben bei ihrem Bemühen,
ihre Individualität, ihre Vitalität und ihre Liebe zum Leben
zu realisieren. Das haben die anderen mit ihrem der unterdrückenden
Rache gewidmeten Leben aufgegeben. (Arno Gruen)
Inhaltsverzeichnis (Autoren teilweise Unbekannt)
Kapitel 1 Meine Rechte für mein Selbstwertgefühl
Kapitel 2 Eigenverantwortlich leben
Kapitel 3 Emotionen
Kapitel 4 Leben
Kapitel 5 Macht -Dominanz -Kontrolle
Kapitel 6 Wiedergewinnung unterdrückter Lebensenergie
Kapitel 7 Gleichmut
Kapitel 8 Affirmationen um alte
Gewohnheiten und Gedanken zu verändern
Kapitel 9 Die Einladung (Oriah Mountain Dreamer)
Kapitel 10 Sex und Liebessucht
Meine Rechte, für mein Selbstwertgefühl und meine
..........................Entwicklung, um mich wohl zu fühlen.
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Allgemein:
Ich habe ein Recht zu leben.
Ich bin mir selbst sehr viel wert.
Ich habe ein Recht, meinen Bedürfnissen und Wünschen Rechnung zu tragen und sie wichtig zu nehmen.
Ich bin nicht hier auf Erden, um die Erwartungen anderer zu erfüllen, mein Leben gehört mir. (Und das gilt auch für jeden anderen Menschen. Jedem gehört sein Leben selbst;
niemand ist hier auf Erden ,um nach meinen Erwartungen zu leben.
Ich betrachte mich nicht als Besitz einer anderen Person und ich betrachte niemanden als meinen Besitz.
Ich bin liebenswert.
Ich bin bewundernswert.
Menschen, die ich mag und achte werden auch mich in der Regel mögen und achten.
Ich sollte mit anderen fair und gerecht umgehen. Und andere sollten mit mir fair und gerecht umgehen.
Ich verdiene es, von jedem höflich und mit Respekt behandelt zu werden.
Wenn andere mich unhöflich oder respektlos behandeln, so zeigt das , wer sie sind, nicht wer ich bin. Es betrifft mich nur, wenn ich ihre Behandlung als richtig akzeptiere.
Wenn jemand. den ich mag, mein Gefühl nicht erwidert, so mag das enttäuschend oder sogar schmerzlich sein. Es hat jedoch nichts mit meinem Selbstwertgefühl zu tun.
Keine andere Person oder Gruppe ,hat die Macht zu bestimmen wie ich über mich denke und welches Selbstwertgefühl ich dabei habe.
Ich vertraue meinen Verstand, ich sehe ,was ich sehe, und ich weiß ,was ich weiß
Mir ist besser gedient, wenn ich mich an die Wahrheit halte, als wenn ich mich auf Kosten der Fakten“ rechtfertige“ Mit Beharrlichkeit kann ich die Dinge verstehen lernen, die ich verstehen muss.
Ich habe die Fähigkeiten, meine Ziele, sofern sie realistisch sind, zu erreichen, wenn ich nur beharrlich bin.
Ich habe die Fähigkeiten, die grundlegenden Herausforderungen des Lebens zu bewältigen.
Ich bin es Wert, glücklich zu sein.
Ich bin genug (Das heißt nicht, dass ich nichts mehr lernen und nicht mehr wachsen muss ; es heißt das ich das Recht habe, mich so anzunehmen ,wie ich bin.)
Ich bin in der Lage, mich von einer Niederlage wieder zu erholen.
Ich habe ein Recht Fehler zu machen; Fehler sind ein Weg , um daraus zu lernen. Fehler sind kein Grund zur Selbstverurteilung.
Ich opfere nicht mein eigenes Urteilsvermögen und gebe vor, meine Überzeugungen wären andere, als sie tatsächlich sind, um mich beliebt zu machen oder Beifall zu finden.
Entscheidend ist nicht ,was „sie“ denken, sondern was ich weiß. Was ich weiß ist wichtiger für mich als eine Fehlannahme im Kopf anderer.
Niemand hat das Recht, mir Ideen und Werte aufzuzwängen.
Wenn meine Ziele vernünftig sind, verdiene ich es, dass ich Erfolg habe, wenn ich versuche, sie zu erreichen. Glück und Erfolg sind selbstverständlich für mich- genau wie ich die Gesundheit- und nicht nur vorübergehende Abweichungen von der Norm; genau wie die Krankheit ist auch die Katastrophe die Abweichung von der regulären Ordnung der Dinge.
Sie Entwicklung meines Selbst und die Selbst- Erfüllung sind angemessene moralische Ziele.
Mein Glück und meine Selbstverwirklichung sind hehrer Lebenszweck.
(Nathaniel Branden)Eigenverantwortlich leben.....
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..........mit der Bewusstwerdung wächst auch der
.....................................Druck der Verantwortung.
o Ich bin verantwortlich für meine Existenz.
o Ich bin verantwortlich für die Erfüllung meiner Wünsche.
o Ich bin verantwortlich für meine Entscheidungen und für mein Handeln.
o Ich bin verantwortlich dafür, wie viel Bewusstsein ich meiner Arbeit und anderen Beschäftigungen entgegenbringe.
o Ich bin verantwortlich dafür, wie viel Bewusstsein ich meinen Beziehungen entgegenbringe.
o Ich bin verantwortlich für mein Verhalten anderen gegenüber- Kollegen, Geschäftspartnern, Kunden Kindern; Freunden , meinem Mann oder meiner Frau.
o Ich bin verantwortlich, wie ich meine Zeit schwerpunktmäßig nutzte.
o Ich bin verantwortlich für die Qualität meiner Botschaften.
o Ich bin verantwortlich für mein persönliches Glück.
o Ich bin verantwortlich für die Werte, die ich für mein Leben wähle oder übernehme.
o Ich bin verantwortlich für die Erhöhung meines Selbstwertgefühls, denn niemand kann mir mein Selbstwertgefühl geben.
o Ich akzeptiere letzen Endes, das ich alleine bin. Das heißt, ich akzeptiere, das niemand kommt mich zu retten oder meine schlechten Kindheitserfahrungen wieder gut zumachen
oder um mich von den Konsequenzen meiner Entscheidungen und Handlungen zu bewahren. Bei bestimmten Problemen helfen andere mir vielleicht, aber keine andere Person kann die Hauptverantwortung für meine Existenz übernehmen. Ebenso wenig wie ein anderer für mich atmen kann, kann ein anderer meine grundlegenden Lebensfunktionen abnehmen- etwa Selbst-Wirksamkeit und Selbstachtung zu gewinnen.
o Eigenverantwortung ist zu leben, ist eine natürliche Notwendigkeit; die ich nicht als Tragödie betrachte. (Nathaniel Branden)Emotionen.........
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Wir führen ein Leben wie aus dem Bilderbuche.
Wenigstens sah es für unsere Angehörigen, Freunde, Kollegen und Schüler so aus. Unser Beruflicher Erfolg, unser schönes Haus, unser glückliches Kind unsere romantische, tiefe Liebe zueinander waren für sie Beweise dafür.
Doch hinter dem Zeichen beruflichen Erfolgs lag , für die anderen nicht erkennbar, ein Leben häufig wiederkehrenden Leidens.
Wir waren Opfer einer starken, aber bisher noch wenig verstandenen Macht: unserer eigenen Gefühle.
Bei unseren ersten Versuchen, uns aus der Gewalt unserer Gefühle zu befreien , begriffen wir, wie ernst unsere Lage war.
Wir erkannten auch, dass wir in unserer Not nicht allein waren.
Wir sind alle auf die eine oder andere Weise Opfer unserer Gefühle.
Manche werden durch ihre Furcht vor der Intensität unangenehmer Gefühle wie Trauer, Gefühle von Inadäquatheit , Verletztheit und Zurückgewiesensein gehemmt und eingeschränkt.
Für sie sind Gefühle wie Tretminen; sie gehen auf Zehenspitzen durchs Leben und versuchen, gefährliche Gefühlen auszuweichen.
Beim ersten Anzeichen auf eine starke emotionale Reaktion ziehen sie sch zurück. Sie vermeiden Situationen, die emotional intensiv erscheinen, wie z.B. eine Auseinadersetzung mit jemandem, der ihnen nahe steht, einen Besuch bei einem krebskranken Bekannten oder eine Unterhaltung mit einem niedergeschlagenen Freund.
Sie gegen anderen aus dem Weg, um sich den Schmerz einer Kränkung oder Zurückweisung zu ersparen. In gleicher Weise entziehen sie sich beruflichen Herausforderungen.
So können sie es vermeiden, unangenehme Überraschungen zu erleben und sich möglicherweise unzulänglich fühlen zu müssen. Sie vermeiden große Bereiche des Lebens, so wie andere es vermeiden, sich Horrorfilme anzusehen.
Die Folge davon ist, dass sie sich um viele lohnenswerten Erfahrungen im Leben bringen. Andere können ihre Möglichkeiten nie verwirklichen, weil Furcht, Unzulänglichkeit, Zweifel oder andere Gefühle sie daran hintern, ein Risiko einzugehen oder auch nur zu handeln.
Es ist so, als litten sie an einer emotionaler Lähmung.
Selbst wenn sie einsam sind, trauen sie sich wegen ihrer Schüchternheit nicht, mit jemanden ein Gespräch anzufangen.
Selbst wenn sie sehr intelligent sind, verhalten sie sich oft sehr ungeschickt, weil sie sich unzulänglich fühlen.
Sie lernen keine neuen Fertigkeiten wie z.B. tanzen, vor einer Gruppe sprechen oder zeichnen, weil sie Angst haben, einen Fehler zu machen, auch wenn sie sich darin langweilen und unzufrieden sind.
Viele werden von ihren Gefühlen immer wieder regelrecht überfallen.
Mitten in seinem Gedanken oder einer Beschäftigung werden sie von starken Gefühlen wie von einer Flutwelle erfasst und fortgerissen.
Sie verlieren schließlich den Glauben daran, dass es ihnen je gelingen wird, ein Ziel zu erreichen. Wieder andere erliegen der Annehmlichkeit, die sie durch die Beschränkung auf eine Handvoll Gefühle erreichen.
Sie werden blind für die unglaubliche Vielfalt an Farben, Schattierungen und Nuancen, die es auf der vollen Palette der Gefühle gibt und die zu genießen das angestammte Recht jedes Menschen ist.
Der Preis für ihre Annehmlichkeit ist ein drastisch eingeschränktes Leben.
Manche Menschen sind Sklaven fremder Gefühle.
Einer unserer Klientinnen gehörte in diese Kategorie.
Wenn ihr Mann sich über einen bevorstehenden Geschäftsabschluss freute, war sie beruhigt. Solange ihr Kind glücklich war, konnte sie zufrieden sein.
Wenn ihre beste Freundin zuversichtlich war, ihre gefährdete Ehe doch noch retten zu können, war unsere Klientin einen Augenblick erleichtert.
Ihre Fähigkeit, angenehme Gefühle zu erleben, hing vollständig von den Reaktionen der Menschen um sie herum ab. Ihre gefühlsmäßige Verfassung gründete sich auf die Stimmung anderer.
Jedes mal, wenn sich deren Stimmung änderte, was natürlich häufig geschah, war es für sie, als würde ihr der Teppich unter den Füßen weggezogen.
Einen großen Teil ihrer Zeit verbrachte sie damit, andere bei Laune zu halten, damit sie selbst einen Moment der Freude erleben konnte.
Sie erinnerte an einen Jongleur, der versucht, fünfzehn Teller gleichzeitig auf Stäben zu balancieren und das den ganzen Tag, tagaus, tagein.
Es ist daher nicht überraschend, dass sie sich selbst als jemanden beschrieb, der ständig um sein Gleichgewicht kämpfen müsse.
In den Bemühen, unangenehme Gefühle abzuschwächen oder angenehme Zustände hervorzurufen, werden manche von Suchtmitteln abhängig. Heroin, Kokain, Marihuana, Alkohol, Zucker, Aufputsch- und Beruhigungsmittel, Nikotin oder Kaffee sind allesamt stimmungsverändernde Mittel.
Wer sie einsetzt, versucht Gefühle nach Wahl zu verändern oder hervorzurufen. In der Folge wird er zu einem Opfer der Droge.
Die Möglichkeit der Wahl und Kontrolle wird gegen Abhängigkeit eingetauscht.
Es gibt noch einen anderen Preis, den viele von uns für die unangenehme Gefühle zahlen, die sie erdulden.
In klinischen Untersuchen ist nachgewiesen worden, dass Gefühle wie Angst, Erniedrigung, Sorge, Überlastung, Wut, Zweifel, Hilflosigkeit u. ä . zu körperlichen Erkrankungen führen, wenn sie über lange Zeit andauern.
Diese Gefühle können auf die Dauer ein gefährliches Stressniveau erzeugen, das Bluthochdruck, Geschwüre, Herzkrankheiten und andere degenerative Erkrankungen hervorrufen kann.
Es gibt viele Möglichkeiten, wie man zu einem Opfer seiner Gefühle werden, durch sie eingeschränkt und geschädigt werden kann, doch das Ergebnis ist in allen Fällen das gleiche:
Ein großer Teil des Lebens steht unter dem Diktat der Gefühle, wird ihnen sogar geopfert, anstatt, dass die Gefühle den eigenen Lebenszielen untergeordnet werden. Gefühle können dazu führen, dass wir Ziele verfolgen, die unserem Wohlbefinden abträglich sind.Leben ....
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Die Fähigkeit zu fühlen ist von kaum zu überschätzender Bedeutung, weil unsere Gefühle uns sagen, was das Geschehen uns bedeutet und wert ist.
Vereinfacht kann man sagen: wer fühlt lebt.
Wer den ganzen Tag über genügend positive Gefühle erleben konnte, hat das Wertvollste, was das Leben zu bieten hat, bekommen.
Gut lebt der, wer sich am morgen auf den Tag zu freuen vermag und abends mit dem Bewusstsein in den Schlaf geht, einen wertvollen Lebenstag erlebt zu haben.
Nicht wenige Menschen haben Probleme mit ihren Gefühlen und damit nicht selten auch mit ihrer Lebensorientierung.
Dies hat mehrere Gründe..........
(1) Fühlen ist kein Lehrfach und spielt keine Rolle im Kindergarten und in der Schule.
(2) die Erziehung läuft auf beherrschen und funktionieren hinaus, so dass sie sich weniger um den Ausdruck und schon gar nicht um die Befreiung oder Förderung von Gefühlen kümmert. Ja in gewisser Weise kann man sogar sagen, dass Erziehen zu einem nicht geringen Teil das Verlernen von fühlen und seinem Ausdruck beinhaltet.
(3) wir leben in einer Leistungs- und Erfolgsgesellschaft, in der Gefühle eher stören, sicher aber keine wichtige Rolle einnehmen.
(4) Fühlen gilt manchmal als schwach, kindlich oder weiblich und ist so betrachtet als Kulturwert nicht so anerkannt, so dass manche sich sogar für ihre Gefühle, wenn sie zum Ausdruck kommen, etwas genieren oder gar schämen. Männer sind hiervon deutlich mehr betroffen als Frauen.
(5) Im Fühlen drücken wir mehr oder minder Persönliches aus, wir öffnen uns und machen uns daher angreifbarer, was sich für manche nicht mit dem Wert Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein und Überlegenheit verträgt.
Und so kommt es, dass viele Menschen keine „gute Beziehung zu ihren Gefühlen" haben, worin nicht wenige Psychologinnen, Psychopathologinnen und PsychotherapeutInnen eine Quelle für die Entstehung und Aufrechterhaltung psychosomatischer Störungen oder Medikamenten- und Drogenmissbrauch erblicken.
Diese kleine Einführung sollte Ihre Einstellung fördern, im Fühlen einen ganz besonderen Wert zu sehen, um den zu kümmern sich wirklich lohnt.
Fühl-Training (6 Punkte Emotions-Therapie-Programm):
Wie kann man das im praktischen Lebensalltag anstellen, sein Fühlen zu verbessern?
1. Innehalten und Nachspüren:
Ab und zu innehalten und den Gefühlen und Empfindungen der letzten Zeitspanne nachspüren.
2. Erkennen und benennen:
Versuchen, die nachgespürten Gefühle zu erkennen (Lust, Freude, Wohlbehagen, Sympathie, Interesse, gute Laune/ Stimmung, fröhlich, zufrieden, Stolz, Triumpf, ...) und mit einem (ihrem) Namen zu versehen.
3. Erinnern und vorstellen:
Versuchen Erinnerungen, Vorstellungen, Phantasien zu vergegenwärtigen, die positive Gefühle oder Empfindungen mit sich bringen.
4. Handeln und probieren:
Versuchen, Betätigungen zu tun, die mit positiven Gefühlen und Empfindungen einhergehen (essen: Appetit haben, schmecken, satt fühlen ; bewegen: funktionstüchtig fühlen; Lust entsteht ....; Interesse regt sich; ....). Erfassen Sie die Situationen, die typische wiederkehrende Gefühle und Empfindungen hervorrufen.
5. Achten und forschen:
Achten Sie in Ihrer Alltagslebenspraxis mehr auf Fühlen und Empfinden, erforschen Sie Ihr Fühlen und Empfinden, gewinnen Sie zunehmend mehr Erfahrung und werden Sie zunehmend mehr mit Ihren Gefühlen und Empfindungen vertraut.
6. Erfassen und notieren:
Dokumentieren Sie Ihre Zuwendung und Ihre Erfahrungen mit den Gefühlen und Empfindungen - wenigstens gelegentlich - stichwortartig.
Notieren Sie, wie Sie Gefühle und Empfindungen fördern, erzeugen und heranholen können.
Diese Aufzeichnungen helfen Ihnen, sich zunehmend gefühlstüchtiger.
Das unterstützt und verstärkt Ihre Gefühlszuwendung und wird nach einiger Zeit - wenn der Bann sozusagen gebrochen ist - sogar zum Selbstläufer (was die Integration der Fühlfunktion beschleunigt).
Der Sinn des Lebens besteht darin, seine Lebenswerte zu verwirklichen, sein Leben also so lange zu leben, wie es einem lebenswert erscheint oder bis man stirbt.
Damit ist die Sinnfrage auf die Wertfrage verlagert und wir fragen uns:
.........was sind, woran erkennt man Lebenswerte?
Nun, den Wert einer Sache oder eines Ereignisses erkennt man daran, ob und welche Empfindungs- oder Gefühlsreaktionen ausgelöst werden.
Grundlage der Werte ist das Empfinden, Spüren und Fühlen. Sachen oder Ereignisse können wertmäßig positiv, negativ, neutral oder ambivalent (doppelwertig, zwiespältig) sein, je nachdem, ob mit ihnen überwiegend positive, negative, keine oder sowohl positive als auch negative Empfindungen und Gefühle verbunden sind.
Das Leben erscheint den allermeisten Menschen dann lebenswert und hat somit Sinn, wenn die positiven Empfindungen und Gefühle im Durchschnitt die negativen Empfindungen und Gefühle übertreffen.
Das Leben ist ganz sicher psychologisch in dem Maße sinn- und wertvoll, indem man Schönes, Angenehmes, Freude, Fröhlichkeit, Lust, Glück, Hochgefühl, Gute Laune, Liebe, Zuneigung, Sympathie, Zuwendung, Zärtlichkeit, Bestätigung, Anerkennung, Befriedigung, Zufriedenheit, Wohlbehagen, Antrieb, Kraft, Energie, Hoffnung, Glaube, Vertrauen, Zuversicht, Optimismus, Begeisterung, Schwung, Elan, Beschwingtheit, Stolz, Triumpf, Sicherheit, Geborgenheit, Dazugehörigkeit, Unterstützung, Hilfe, Anteilnahme, Einfühlung, Verständnis, Wärme, Aufmerksamkeit, Freiheit, Fähigkeit, Können, Kompetenz selbst erlebt (bekommt) und andern vermittelt (gibt)
und nicht zu viel ............
Ärger, Wut, Zorn, Aggression, Hass, Abscheu, Ekel, Widerwille, Antipathie, Ablehnung, Missachtung, Verachtung, Entwertung, Minderwertigkeit, Trauer, Missmut, schlechte Laune, Frust, Unbehagen, Unwohlsein, Depression, Unglücklich sein, Langeweile, Lustlosigkeit, Müdigkeit, Leere, Abgespanntheit, Ausgebrannt sein, Angst, Sorge, Unsicherheit, Zweifel, Ohnmacht, Hilflos, Kälte, Hemmung, Enttäuschung, Bedrückung, Unzufriedenheit, Schuld, Gewissensbisse selbst erlebt und andern zugefügt oder dabei mithilft.
...........Psychologische Voraussetzung von Sinnerleben:
Die wichtigste psychologische Fähigkeit für eine sinnvolle Lebensführung ist: bewusst empfinden, spüren, wahrnehmen, fühlen können. Ein bisschen verkürzt gesagt: Wer (überwiegend positives) fühlt, der lebt (sinnvoll).
...........Relativitätsprinzip der Werte
Werte und selbst Lebenswerte sind keine absoluten, für alle Menschen gleich gültige und unveränderliche Größen.
Sie ändern sich von Mensch zu Mensch, von Kultur zu Kultur und von Situation zu Situation, das ganze Leben über.
............Bessie Anderson Stanley definiert 'Erfolg' so:
Derjenige war erfolgreich, der gut gelebt, oft gelacht und viel geliebt hat; der wahrhafte Frauen erlebte, den Respekt intelligenter Männer und die Liebe kleiner Kinder erwarb; der seinen Platz ausgefüllt hat und seine Aufgaben erfüllte; der beim Verlassen der Welt diese besser hinterließ als er sie vorfand, sei es durch eine schöne Blume, ein hübsches Gedicht oder eine gerettete Seele; der immer die Schönheit der Erde wahrnahm und der nie vergaß, dies auch auszudrücken; der immer im Nächsten die besten Seiten suchte und ihm das Beste gab, was er hatte; dessen Leben Begeisterung gab, dessen Andenken ein Segen ist.
...................Ein einfaches Kriterium: erfreuliche Tage
Früh aufwachen und sich auf den Tag freuen können, abends zu Bett gehen und den Tag als einen lebenswerten der ca. 25-30.000 Tage, die ein durchschnittliches Leben dauert, bewerten können heißt, dass dieser Tag - und mit vielen solchen - mein Leben geglückt ist.
Anders ausgedrückt: Lebenswert leben heißt kurz und bündig: genügend positiv empfinden, spüren, fühlen, erleben, gut gestimmt sein.
.................Ein einfaches Maß: wer fühlt, der lebt
Hat man das einmal verstanden, so weiß man, wie wichtig es ist, erlebnisfähig zu sein, Kontakt zu seinen Empfindungen und Gefühlen zu haben.
In dem Maße, wie die Fähigkeit zu empfinden, zu spüren, zu fühlen, erlebnisfähig zu sein eingeschränkt wird, in dem Maße wird es schwierig, sein Leben lebenswert zu leben.
Man verliert dann die Grundlage, die Basis und damit fehlt die Orientierung.
Je mehr jemand seine Erlebnisfähigkeit verliert, desto orientierungsloser ist er in seiner Selbstverwirklichung darauf angewiesen, zu raten oder sich nach anderen und nach Äußerlichkeiten zu richten.
Was für mich selbst wertvoll, gut und nützlich ist, das kann mir nur mein Empfinden, Fühlen, Spüren und meine Erlebnisfähigkeit sagen.
Daher muss ich diese Fähigkeit entwickeln und entfalten, bewahren und behüten. Werten können heißt in erster Linie fühlen können.
...............Eine einfache Kontrolle: Bewusstheit
Kann man seine Empfindungen, Gefühle und Stimmungen auch noch erklären, d.h. weiß man, womit sie zusammenhängen, wie sie entstehen, aufrechterhalten, vermindert oder verstärkt werden, so kann man seine Lebenswerte bewusst lenken, indem man seine Ziele und Pläne, sein Tun und Lassen, sein Lernen und Erwerben darauf abstimmt.
Man kann auch sagen, dass man dann Bewusstheit hat.
Für ein glückliches und sinnvolles Leben ist Bewusstheit nicht unbedingt erforderlich.
Wichtig ist, dass man dieses "Wissen" hat und berücksichtigt, es muss nicht unbedingt bewusst sein, es kann auch unbewusst sein.
Viele Menschen, denen ihr Leben glückt, wissen oft gar nicht, warum das so ist. Daher fängt man meistens verständlicherweise auch erst an, sich "Gedanken" zu machen, wenn etwas schief läuft, wenn nicht genügend positiv empfunden, gespürt, gefühlt, erlebt wird.
Das ist ganz normal im Sinne von üblich und zweckmäßig.
................Wie lernt man gut leben?
1. Empfinden & fühlen entwickeln und bewahren.
2. Bewusstheit erlangen.
3. Sich danach richten, d.h. a) Empfindungen und Gefühle als innere Naturereignisse akzeptieren und b) die äußeren Verhältnisse, die Natur-und Sozialgesetze einbeziehen.
Macht ....
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..............meine Sicht und wie ich damit umgehe.
Wenn der Mensch begreift, dass ein jeder auf seiner Art wie er Dinge sieht, recht hat, erübrigt sich der Kampf „Ich will Recht haben“.
Dadurch wird jede Diskussion so gestaltet, sich und seine Meinung ein zu bringen, und dem Gegenüber die Chance zu geben ihn zu Erkennen, ohne ihn seine Meinung auf zu zwingen.
Ist man nämlich so beschäftigt dem Gegenüber zu zeigen das er falsch liegt, ist man nicht mehr offen für das was er sagt und meint.
Zuhören können ohne zu zensieren, seine Meinung erst mal als die Wahrheit schlechthin zu akzeptieren, nur dadurch ist man offen ihn zu verstehen.
Wenn man von vornherein der Meinung ist, dieser Mensch lässt keine andere Meinung zu, dann hat man auch vor ihn zu überzeugen, das ich im Recht bin.
Man will Recht haben, um der Überlegenheit willen, und nicht um neues dazu zu lernen. Man will den anderen überzeugen wie einzigartig man ist.
Man muss nur sich selbst überzeugen von seiner Einzigartigkeit, und nicht den anderen, es reicht zu wissen das man es ist, davon muss man niemanden überzeugen.(© Roswitha K.)
Macht über mich selbst.....
Als glücklicher Mensch brauche ich zwar keine Macht über andere, doch ich brauche Macht über mich selbst, denn ich strebe an, mich meiner Schwächen zu bemächtigen.
Warum? Damit ich weder mir selbst noch anderen schade.
Denn nur wenn ich schwach bin, bin ich versucht, diese Schwäche dadurch auszugleichen, dass ich andere schwäche.
Und indem ich andere schwäche, schwäche ich mich letztendlich selbst. Deshalb will ich meine eigenen Schwächen und Begierden beherrschen, um glücklich zu werden.
Je mehr Schwächen und Begehrlichkeiten ich also bei mir selbst beseitige, desto glücklicher werde ich.
Mit den "geistigen" Begehrlichkeiten verhält es sich im übrigen ähnlich wie mit den physiologischen Bedürfnissen.
Wenn ich Hunger habe, strebe ich beispielsweise nach einem Brötchen.
Ist der Hunger überwunden, wäre ich dumm, wenn ich mir ein weiteres Brötchen zuführen würde. Meine Bedürfnislage ändert sich dauernd, und auch meine geistigen Bedürfnisse sind ständigen Veränderungen unterworfen, vorausgesetzt ich bin ehrlich genug zu mir selbst, um diese Veränderungen zu erkennen und zu akzeptieren. Nur um "konsequent" zu sein, immer das gleiche geistige Bedürfnis, ob es nun Reichtum, Macht oder Wissen ist, befriedigen zu wollen, wäre ähnlich dumm, als wenn ich am laufenden Band Brötchen essen würde, nur weil das Bedürfnis danach einmal vorhanden war und obwohl ich mittlerweile Bauchschmerzen habe.
Ich wäre dann nicht glücklich, da ich an meinen Bedürfnissen vorbei leben würde. Daher kann nur derjenige glücklich sein, der im ständigen Einklang mit seinen physischen und geistigen Bedürfnissen lebt, der also immer in sich hineinhorcht, um zu verstehen, was er wirklich braucht.
Und niemand anders als ich selbst kann erfassen und bestimmen, was ich brauche. Genauso wenig wie ich für einen anderen essen, trinken oder einen Orgasmus haben kann, so wenig kann ich auch die geistigen Bedürfnisse eines anderen befriedigen, so wenig kann ich für einen anderen zufrieden oder glücklich sein.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass kein anderer erkennen und bestimmen kann, was meine eigenen Bedürfnisse sind und was mein eigenes Glück herbeiführt. Das kann ich nur mit mir selbst ausmachen.
Und genau deswegen ist es auch kontraproduktiv für mein Glück, wenn ich mich ständig mit anderen vergleiche, wenn ich mich davon leiten lasse, was dem anderen schmeckt oder was der andere denkt.
Wenn ich das tun würde, hätte ich lediglich Ersatzbefriedigungen.
Ich wäre ein Mensch, der seine Bedürfnisse von anderen abhängig macht, ich würde mich also selbst verleugnen, versklaven und unglücklich machen.
Meine innere Harmonie wäre gestört, was Unwohlsein, Unglück und psychische Krankheiten bis hin zur Schizophrenie zur Folge haben kann. Ersatzbefriedigungen, die mit mir selbst nicht zu tun haben, verschaffe ich mir auch dadurch, dass ich einem anderen Menschen als mir selbst bedingungslos folge und ihn zum Maß aller Dinge mache, wenn ich etwa das nachdenke, was ein anderer gedacht hat.
Wenn ich mir ein Vorbild in einem anderen Menschen schaffe und alles akzeptiere, dann gebe ich mich selbst auf und versuche, mich zur Kopie dieses anderen Menschen zu machen.
Damit mache ich auch mein Glück abhängig vom Glück des anderen.
Sein Glück bei sich selbst zu suchen und nicht beim anderen oder im Vergleich mit anderen. Und diese innere Stärke wird mit wahrem Glück belohnt, da sie sich keinem Wettbewerb mit den anderen stellen muss, sondern nur dem Wettbewerb mit mir selbst.
Denn immer wenn ich ein selbst gestecktes Ziel erreiche, gewinne ich diesen Wettbewerb mit mir selbst.
Ich verbessere mich also ständig.
Und zu diesen selbst gesteckten Zielen kann es auch gehören, meine Abhängigkeit von den anderen zu vermindern oder auch meine eigenen Bedürfnisse zu reduzieren, beispielsweise zu lernen, mit einem trockenen Brötchen ebenso befriedigt zu werden wie früher mit einer Schweinshaxe.
Dominierend – kontrollierende Menschen.....
Sie müssen die Oberhand behalten.
Sie brauchen die Kontrolle über Menschen und Dinge.
Sie wissen was richtig ist.
Sie können nur spontan sein, wenn sie wütend sind.
Sie haben Angst vor Veränderungen und Überraschungen.
Sie machen sich Sorgen um Dinge, die sie nicht Kontrollieren können.
Sie müssen immer pünktlich sein Sie nehmen sich das Recht, in privaten Sachen anderer zu schnüffeln.
Sie versagen es sich, sich bedürftig zu zeigen Sie brauchen strenge Regeln und Prinzipien.Wiedergewinnung
...............unterdrückter Lebensenergie
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Befreiung oder Wiedergewinnung unterdrückter Lebensenergie.
Dabei steht im Mittelpunkt das Kontaktverhalten des Menschen zu anderen Menschen wie zu Familie, Freunden und Fremden.
Wirklicher Kontakt basiert auf der Wertschätzung von Unterschieden, auf der Bereitschaft Ja oder Nein zu sagen und der Fähigkeit, Gefühle und Handlungen des anderen zu respektieren.
Das Kontaktverhalten schließt aber auch den Umgang mit Wissen und Erfahrung ein mit den Fragen:
Wie gehen Sie auf die Welt zu? Wie auf alles Neue, das Ihnen begegnet?
Sind Sie neugierig, wollen alles kennen lernen, oder verhalten Sie sich zurückhaltend, vorsichtig, warten lieber ab, haben vielleicht Angst vor allem Neuen?
............Und es geht auch um den Kontakt zu sich selbst:
Kennen Sie Ihre Wünsche und Bedürfnisse?
Setzen Sie sich auch dafür ein? Gelingt es Ihnen – wenn notwendig - NEIN zu sagen, also sich abzugrenzen?
Gibt es auf der anderen Seite auch ein echtes JA?
Können Sie Kritik annehmen, aber auch Zustimmung und Lob?
Die menschliche Wahrnehmung ist so angelegt, dass immer nur das für uns Wichtigste in den Vordergrund rückt. Das andere wird beiläufig im Hintergrund wahrgenommen.
Dieses Wechseln unserer Wahrnehmung ist Voraussetzung für unsere Gesundheit. So ist es beispielsweise unwichtig, wie es Ihrem Fuß beim Lesen eines Buches geht.
Ist der Fuß jedoch eingeschlafen, tritt Ihre Wahrnehmung des Fußes in den Vordergrund und das Lesen in den Hintergrund und Sie schütteln Ihren Fuß aus.
In dem genannten Beispiel würden wir in jedem Fall das Lesen unterbrechen und unseren Fuß ausschütteln.
Aber wie ist es, wenn wir viel arbeiten, uns überall engagieren unter dem Zwang des „Müssens“ und Zeichen von Erschöpfung zwar wahrnehmen, aber nicht „flexibel“ handeln und unsere Körpersignale nicht ernst nehmen?
Burnout und viele psychosomatischen Erkrankungen sind die bekannten Folgen der fehlenden Flexibilität.
.............Gegenwart, dem Hier -und- Jetzt.
Wahrgenommen und erlebt wird immer in der Gegenwart. Es ist auch nur die Gegenwart, in der Sie handeln und eventuell etwas verändern können.
Die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft gibt es noch nicht.
Auf diese Weise stärkt die genaue Wahrnehmung auch unsere Handlungsfähigkeit.
.............Was ist ein gesunder Mensch?
Gesund ist aus gestalttherapeutischer Sicht jemand, der guten Kontakt zur Realität hat, zu der großen und der kleinen Welt um ihn herum und in ihm selbst. Die meisten Menschen leben irgendwo dazwischen.
Wenn wir mit uns selbst im Einklang sind, können wir besser mit unserer Lebensenergie umgehen und sie auf ganz konkrete Dinge richten, die wir durchführen möchten.
Wir sind wach und aufmerksam und unsere Energie ist dort, wo unser Interesse ist, wo wir angerührt sind. Eine „Einheit“, „ein Ganzes werden“ bedeutet dann:
die Sprache unseres Körpers, unserer Gedanken, unserer Gefühle zu verstehen und uns danach zu richten.
Gibt uns unser Körper ein Zeichen, ein „Warnsignal“, dann können wir auch darauf reagieren.
Es bedeutet auch zu erkennen, wenn wir uns fremde Normen auferlegen und damit unseren Energiefluss unterbrechen.
Lernen, Freude erleben, Spaß haben, echten Schmerz fühlen, Neid oder Eifersucht deutlich empfinden sind wichtige und gesunde Gefühle, die uns lebendig halten und die wir alle in uns tragen.
.............Wie machen wir uns krank oder - wie entstehen psychische Probleme?
Wir können uns selbst auf vielerlei Art und Weise krank machen, zum einen, indem wir wichtige Dinge halb erledigt oder unerledigt lassen.
Wir stehen zum Beispiel vor einem Berg unerledigter Dinge: ein Krach mit dem Nachbarn oder mit dem Partner ist nicht ausgestanden. Das Sterben eines Freundes wurde nicht verkraftet.
Die Steuern sind seit zwei Jahren nicht bezahlt. Ein Prozess gegen einen unredlichen Arbeitgeber läuft.
Wenn sich die unabgeschlossenen Problembereiche häufen, kommt es zur Erschöpfung, Niedergeschlagenheit oder aber angestauten Ärger bis hin zu psychosomatischen Beschwerden mit Magengeschwüren, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Rücken- und Gelenkbeschwerden und anderen körperlichen Symptomen.
Ein anderer Grund für seelische Krankheit kann der Verlust des gesunden Lebensrhythmus sein.
Unser Lebensrhythmus bewegt sich wie der Atemrhythmus: „Einatmen“ und „Ausatmen“ zwischen den Polen.
Es ist ein Rhythmus zwischen „auf die Welt zugehen“, dann wieder „sich in seine eigenen Wände zurückziehen“, zwischen „Beziehungen- Eingehen“ und „Sich -Zurückziehen“. Arbeit und Freizeit.
Völlig in jemandem aufgehen und dann wieder ganz für sich sein.
Schauen und dann wieder wegsehen.
Wenn wir an einem der beiden Pole hängen bleiben, wird der Rhythmus unterbrochen, wir „atmen nicht mehr richtig aus“.
Oder wir können nicht mehr alleine sein.
Oder wir können nicht mehr wirklich mit jemandem eine Beziehung eingehen. Oder die Umwelt erwartet so viel von uns, dass wir uns durch sozialen Einsatz derart in Beschlag nehmen lassen, dass wir kein eigenes Leben mehr haben.
Wenn wir unseren Rhythmus verloren haben, können wir nicht mehr richtig wahrnehmen, wir wissen nicht mehr so recht, was wir wollen.
Oder wir haben so vielerlei, was wir heute erledigen wollen, dass wir uns nicht entschließen können, womit wir beginnen werden.
Wir fangen etwas an, dann wenden wir uns wieder etwas anderem zu. Schließlich bleibt alles unerledigt und wir kommen mit unserem Alltag, mit unserem Leben nicht mehr zurecht.
Es gelingt uns nicht, uns in das Privatleben, den Arbeitsplatz oder den Freundeskreis so einzubringen oder diese so mitzugestalten, dass wir uns dort integriert und wohlfühlen.
Der Kontakt zwischen uns und den „anderen“ ist unterbrochen.
Wir fühlen uns möglicherweise isoliert und wie abgeschnitten von unseren Gefühlen. Ganzkörperliche Wahrnehmung - oder den psychosomatischen Symptomen auf der Spur
Wenn wir aufgeregt sind, verspannen wir unsere Nackenmuskeln, wenn wir im Stress sind, beißen wir die Zähne aufeinander, wenn wir uns ärgern, bekommen wir Magenschmerzen oder Kopfschmerzen.
Jeder Mensch ist eine Einheit, ein Organismus.
Unser Organismus ist ständig damit beschäftigt, Unangenehmes oder Hinderliches aus- und abzustoßen oder aufzufüllen und zu ergänzen, wenn Mangel herrscht.
Wo dieses Abstoßen oder Auffüllen nicht mehr richtig gelingt, entstehen unfertige Zustände, halbe Bewegungen, hinunter geschluckte Gefühle, unterdrückte Bedürfnisse.
Wenn wir uns selbst hemmen und unseren vitalen Ausdruck und unsere Bedürfnissen unterdrücken, richten wir unseren Ärger und unsere Anspannung gegen uns selbst, ja wir verhalten uns regelrecht feindlich gegen uns selbst.
.............Wie findet Heilung statt?
............Das HIER und JETZT, WIE- und WARUM-Fragen
Nur wenn wir in der Gegenwart, im „Hier und Jetzt“ sind, können wir völlig durchatmen, kreativ und erfinderisch sein, mit offenen Augen und Ohren Lösungen suchen und finden, seelischen Schmerz und Tränen freien Lauf lassen.
Stimmt etwas nicht mit uns - auch wenn es schon lange so geht, - dann suchen wir meist in ferner Vergangenheit nach den Ursachen.
Die eigene Vergangenheit zu kennen und zu verstehen ist wichtig, um sich selbst besser zu verstehen. Aber dies reicht nicht aus! Erwachsenwerden und Erwachsensein bedeutet, selbst die Verantwortung für sein Leben tragen.
Die Verantwortung auf früher zu verweisen, hilft nicht bei der Bewältigung von Problemen.
Deshalb werden in der Gestalttherapie „Warum“-Fragen durch WIE-Fragen ersetzt.
Denn mit der Antwort auf die Frage WIE bekomme ich das Geschehen in den Griff. Ich werde mir dessen bewusst, was ich tue.
Dann kann ich wählen: alles so lassen wie es ist, oder etwas verändern.
Statt zu fragen, „warum bin ich so gehemmt?“ Frage ich „WIE (wo und wann) hemme ich mich selbst?“
und „WIE (wo und wann) kann ich anfangen, eine Änderung meines Verhaltens zu probieren?“
Vertrauen in die Möglichkeiten in jedem Menschen - Wir haben viel mehr Kräfte in uns als wir vermuten.
Jedes Gefühl - ob wir traurig, wütend oder ratlos sind, vielleicht gar nicht zu fassen bekommen, was in uns vorgeht - stellt einen Angriffspunkt dar, an unsere Energien heranzukommen.
Auch wenn wir jahrelang unsere Lebendigkeit auf Sparflamme gehalten haben, keine starke Freude und keinen tiefen Schmerz mehr kennen oder wenn wir lustlos schlurfen im gewohnten Trott, können wir unsere Energie wieder finden. Spaß haben, Freude empfinden, Lebenslust spüren, aber auch echten Schmerz fühlen sind Möglichkeiten, die wir alle in uns tragen.
Respekt - Jeder hat das Recht auf eigene Handlungen, eigene Ansichten und deren Konsequenzen.
Jeder ist verantwortlich und kann Verantwortung tragen.
Auch wer beschließt, sich innerlich abzuriegeln oder abzuschalten und sich nicht zu verändern, trifft eine Wahl, mit der er seinen Wert und seine Würde festigt.
Im Mittelpunkt steht, wofür wir uns entscheiden!
Hier und jetzt - Jeder Augenblick kann zu einem Neuanfang werden. Wir brauchen unser Leben nicht bestimmen zu lassen von ängstigenden Phantasien über die Zukunft oder von dem Gewicht der Vergangenheit.
Hier und jetzt gibt es immer wieder die Möglichkeit zu neuen Erfahrungen und zu einem Neuanfang.Gleichmut..........
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Die Neidischen sind frustriert, wenn sie in der Hölle ankommen
und feststellen, dass für sie kein Platz reserviert ist.
Die Tugend des Gleichmuts richtet sich an unsere Tendenz, uns mit inneren Gefühlsschwankungen zu identifizieren.
Gleichmut ist eine Gemütsstimmung, welche weder durch Glück noch durch Unglück außer Fassung gerät.
Gleichmut ist nicht Gleichgültigkeit, sondern eine ausgeglichene Geisteshaltung von Unbefangenheit und Unparteilichkeit gegenüber allen fühlenden Wesen.
Im Gleich-mut endet das Ver-Gleichen und damit auch der Neid.
Alles, was innerlich und äußerlich auftaucht, wird willkommen geheißen.
In einem gleichmütigen Geist heiße ich mich selbst willkommen – so, wie ich bin und darin kehre ich zu mir selbst zurück.
Gleichmut
Wer aus jeder Mücke einen Elefanten macht, wird selbst keine Ruhe finden. Gleichmut ist die Fähigkeit sich vom Geschehen distanzieren zu lernen, ruhig und gelassen auch auf stressbehaftete Situationen zu reagieren.
Dabei muss man lernen die eigenen Gefühle zu lenken.
Es ist kein Naturgesetz das man auf "viel Arbeit" genervt oder gestresst reagiert. Sie können genauso gut lächeln, die Herausforderung genießen, einen Witz machen usw. -
Ihrem Leben ist es egal. ob sie mit ihm klarkommen, aber vielleicht ist es Ihnen nicht egal, ob sie ein ansprechendes Leben führen.
Die Aufforderung zum Gleichmut, soll Ihnen lediglich vor Augen führen, dass Sie immer - in jeder Situation - die Wahl haben, ob Sie ihr Leben annehmen und genießen oder daran verzweifeln. Vermeidung ungesammelter Menschen und maßlosen Konsums.
............Unter ungesammelten
Menschen verstehe ich Menschen, die zerstreut sind, vor sich hinplappern, selbst keine innere Ruhe haben, viel konsumieren und ähnliches. Ungesammelt deshalb, weil sie nicht "in sich ruhen können", sondern sich mit Äußerlichkeiten vor ihrer eigenen Leere oder Unwohlsein zu betäuben suchen.
Solche Menschen tendieren zu Oberflächlichkeit, zum Reden um des Redens willen.
In einer solchen Umgebung ist es schwer zentriert, ruhig und locker zu bleiben. Auch maßloser Konsum ist nichts anderes als ein betäuben des eigenen Erlebens. Hier kann nur jeder selbst entscheiden, wieviel "Ablenkung" er verträgt, ohne aus der eigenen Mitte zu kommen.
Umgang mit gesammelten Menschen Genauso wie Zerstreuung, Unwohlsein oder sinnloses Konsumieren die Psyche beeinflussen kann, so können ruhige, gesammelte und positiv denkende Menschen die Psyche stabilisieren.
Wenn solche Menschen noch die Fähigkeit haben sich für andere zu interessieren, selbst Ziele oder einen Sinn in ihrem Leben verfolgen, desto mehr kann sich deren positive Stimmung auf Sie übertragen.
..............Gleichmut und Gelassenheit
Wie können sie entwickelt werden?
Wenn uns die negativen Auswirkungen auf unserem Planeten bewusst werden, können Ängste und seelische Störungen entstehen.
Gleichmut und Gelassenheit können uns helfen, diese Störungen zu vermeiden oder zu überwinden.
Es handelt sich um ein hohes geistiges Ziel, das sich nur in gewissem Masse während des Strebens nach ganz bestimmten Eigenschaften entfalten kann.
Wer gelassen ist, hat die höchste geistige Stufe der Menschheit und der Weisheit erreicht er ist ausgeglichen und kann ausgleichend auf andere einwirken. ...........Gelassenheit
bedeutet seelische Unverletzbarkeit.
Sie geschieht in der Tiefe der Seele und stellt sich von selbst ei n, wenn ein bestimmter seelisch-geistiger Zustand erreicht ist.
Gelassenheit geschieht durch Loslassen.
Nicht nur der Verstand allein muss dies erfassen, sondern auch das Herz, die Gefühle und der Kern der Seele müssen beteiligt sein.
Dann geschieht tiefes Erkennen. Ein Kennzeichen des Weisen ist seine Gemütsruhe.
Solange jemand Ruhe, Frieden und Gelassenheit nur durch äußere Mittel oder Änderung der Umstände zu erreichen sucht, bemüht er sich vergeblich.
Erst wenn er sie im Inneren sucht und findet, weiß er, dass er sie jederzeit und überall besitzt.
Die göttliche Ruhe und Stille kann sich im Gemüt des Menschen nur widerspiegeln und offenbaren, wenn seine Seele durch nichts Äußeres berührt, durch keine Furcht getrübt, von keiner Leidenschaft bewegt wird.
Shankara (um 450 v .Chr. Südindien) nennt sechs Tugendkräfte zur Erlangung der Gemütsruhe :
1 . Beherrschung des Denkens
2. Beherrschung der Eindrücke der Aussenwelt
3. Gehorsam durch Pflichterfüllung
4. Gleichmut gegenüber allem, was der Persönlichkeit geschieht
5. Vertrauen auf den Führer in der eigenen Brust
6. Zielstrebigkeit
In dem Buch "Die Lehre des Wachstums" von I.K. Taimni heisst es:
"Es ist leicht, ruhig und unbewegt zu sein, wenn wir uns in Umständen befinden, wo unsere Geduld nicht geprüft und erprobt wird.
Es ist leicht, tugendhaft zu sein, wo es keine Versuchungen gibt.
Die Herrschaft über unsere Gefühlsnatur kann nur unter solchen Umständen erlangt werden, denen wir im allgemeinen auszuweichen suchen.
Nur unter Bedingungen von Streß und Anspannung können wir jene bewusste Herrschaft über unsere niedrigere Natur erlangen, die eine Vorbedingung für wahre spirituelle Entwicklung ist.
Nur wenn wir von Objekten umgeben sind, die uns anziehen, können wir Wunschlosigkeit entwickeln.
Nur wenn wir mit Menschen zu tun haben, die uns nicht mögen, uns Steine in den Weg legen oder uns sogar hassen, können wir jene verfeinerte Geduld und Gelassenheit entwickeln, die das Kennzeichen der Herrschaft über das niedrigere Selbst sind.
Nur wer unter den schwierigsten Umständen gelassen und rein bleiben kann, kann sich als Herr seiner niedrigeren Natur betrachten.
Wir leben in einem Kosmos, und die Umstände, in die ein Mensch versetzt wird, sind nicht nur jene, die er verdient, sondern auch jene, die für seine Entwicklung auf der von ihm eingenommenen Stufen geeignet sind.
Nur durch stetiges Bemühen können wir das hohe Ziel:
..........................Gleichmut und Gelassenheit erreichen.
Ein Denkspruch von Reinhold Niebuhr lautet: "Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
............Zur Diskussion:
1. Gelassenheit heisst, die anderen so lassen können, wie sie sind
2. Freiheit ist Loslösung von Besitz. Wer sich an Besitz bindet, lebt in ständiger Angst und Unfreiheit
3. Inneres Alleinseinkönnen ist die Voraussetzung für Gelassenheit und Souveränität
4.Selbstfindung durch Loslösung von äußeren Widrigkeiten 5.Gelassenheit ist Ausdruck seelischer Gesundheit Folgende Erkenntnis kann uns ebenfalls helfen, unseren Gleichmut trotz der negativen geistigen Atmosphäre auf unserem Planeten besser zu bewahren:
Es ist ein geistiges Gesetz, dass jede Wirkung eine Ursache hat und notwendig ist, um letzten Endes das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Es handelt sich also um Auswirkungen, die wir nicht ändern können und die wir deshalb mit Gleichmut und Gelassenheit hinnehmen sollten.
.............Zu den Begriffen Gleichmut und Gelassenheit:
Gleichmut bedeutet seelisches Gleichgewicht.
Die richtige Gelassenheit führt zum Gleichmut, zum Fehlen jeder starken Erregung, jeder Leidenschaft
Die Erregung und Leidenschaft wird in einen Willen umgewandelt, der ohne Schwankung seinem Ziel zustrebt.
Es ist die Kraft, heiter zu bleiben inmitten der Traurigen, die Kraft, allein zu stehen, wenn alle anderen fahnenflüchtig sind und untreu werden.
Gelassenheit bedeutet Wunschlosigkeit, das Fehlen jeglichen Begehrens für das Oberflächliche und Vergängliche.
Der Blick ist auf das Wesentliche und Unvergängliche zu richten.
Voraussetzungen zur Entwicklung
......................von Gleichmut und Gelassenheit:
Weises Abwägen der Handlungen nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung. - Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen - Motiv-Reinheit - Toleranz - Verzeihen, vergeben, vergessen - unverletzbar werden - Trennung von Verhaltensweise und Person - Liebe, Nächstenliebe, Feindesliebe - Worthalten selbst in kleinsten Dingen - sinnvolle Verwendung der Zeit - Gehirn nicht mit sinnlosem Wissen belasten - gesund leben (u.a .Rauchen, Alkohol, Fleischgenuss vermeiden) - Keuschheit - Vertrauen auf die geistigen GesetzeAffirmationen um alte Gewohnheiten und
Gedanken zu verändern
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"Negative Gedanken
.......negative Lebensumstände“
Seine Realität schaffen, Fähigkeiten aktivieren,
Absicht und Ursache müssen übereinstimmen.
Umstände dazu schaffen.
Möglichkeiten entfalten.
"Man hat nur im JETZT die Macht.
Es gibt keine Fehler es zeigt nur das etwas fehlt.
Das Leben als Spiel sehen.
Zeit ist Leben
.......keiner soll mir Zeit stehlen.
Überprüfen von Beziehungen die mir nichts bringen.
Ja sagen zum anderen bedeutet nein sagen zu sich selbst.
Wer sich hinter der Fassade der Sachthemen
(Computer, Sport, Politik) und der guten Laune versteckt
der veranlasst andere dazu, sich ebenso zu verhalten.
Jede Sucht verfolgt ein Hauptziel
Sie unterbindet den Kontakt zwischen den Menschen
und seinen Gedanken und Gefühlen.
Wer nicht weiß was er fühlt und denkt,
für den wird Ehrlichkeit sich selbst gegenüber zur
absoluten Unmöglichkeit.
Was wenn...ist völlig auf die Zukunft fixiert
was, wenn das geschieht?...
In den Versuch die Zukunft unter Kontrolle zu bekommen
(was nicht möglich ist) decken sie die Gegenwart zu.
Bescheidenheit nicht Selbsterniedrigung.
Kontrolle, schlechte Tage durchstehen, ohne Dinge, Menschen,
Umstände, in denen das Glück suchen,
wie Essen, Kaufen, Arbeiten, Fernsehen...
Dinge und Menschen kann man nicht verändern,
nur sich selbst, also akzeptieren.
Dinge und Menschen nicht kontrollieren, also Loslassen.
Genussucht....Gier
Genauigkeit.....Pingeligkeit
Selbstbewusstsein.....Besserwisserei
Gefühle sind weder gut noch schlecht
sie sind einfach Informationen über uns
und unser seelisches Wohlbefinden also nicht wiederholen oder Zensieren.
Das Leben schlägt mich.
Halte ich still?
oder wehre ich mich Höre auf meine Innere Stimme.
o Was bringt mich in Wut?
o Was empfinde ich als falsch?
o Was kann ich nicht ausstehen?
o Wodurch fühle ich mich unwohl?
o Was wünsche ich mir? o Was wünsche und brauche ich nicht?
o Wobei fühle ich mich wohl?
Meine Freiheit beginnt, wenn ich die Probleme
anderer nicht länger verleugne und verdränge, sondern höflich,
aber bestimmt das zurückgebe, was zu ihnen gehört,
und mich um meine eigenen Angelegenheiten kümmere
Bevormundung ist jener Akt, durch denen ich die Verantwortung
für andere Menschen übernehme und Verantwortung für mich
selbst vernachlässige.
Wenn ich mich instinktiv für die Gefühle, Gedanken,
Entscheidungen ,Probleme, das Wohlbefinden, und das Schicksal
anderer verantwortlich fühle, bin ich ein Bevormunderer.
Auf einer unbewussten Ebene glaube ich, andere seien für mein
Glück verantwortlich, so wie ich mich für ihres verantwortlich fühle.
Es ist erstrebenswert ein aufmerksamer liebevoller Mensch zu sein.
Zudem schließt diese Bevormundung Formen der Fürsorge mit ein,
durch die andere daran gehindert werden Eigenverantwortung
zu übernehmen.
Es verletzt mich und andere und erzeugt Wut.
Ich befreie mich von der überwältigenden Verantwortung
alles in Ordnung
zu bringen, meinen Partner zu kontrollieren.
Ich lerne mir Erleichterung zu verschaffen ohne dafür jemand
anderen so zu manipulieren, dass sein Verhalten und Handeln
meinen Vorstellungen entsprechen.
Niemand braucht sich zu ändern damit ich mich wohlfühlen kann.
Indem ich in spiritueller Hinsicht für mich sorge,
gelangt mein Leben und mein Glück unter eigner Kontrolle und
wird unabhängiger von den Handlungen andere.
Ich sollte jetzt schon wissen, dass ich versucht sein werde
mich wiederum nach einer Daseinsberechtigung außerhalb
meiner Selbst umzusehen.
Halten Sie dieses Bedürfnis im Zaum und bleiben Sie auf sich
Selbst konzentriert.
Die individuelle Lebensaufgabe besteht darin, sich selbst zu finden,
sich selbst im Mittelpunkt des eigenen Lebens zu sehen.
Niemals sollten wir einem anderen Menschen mehr Macht über uns
geben als wir selbst haben.
Es ist wichtig, dass sich jeder Mensch als gleichwertig erkennt und
sich nicht mit einem anderen Menschen und dessen
Leben vergleicht.
Denn dies ist der Beginn der eigenen Unterdrückung.
Die Verantwortung und Bestimmung liegen bei jedem
Einzelnen selbst.
Die Eigenliebe ist die Basis zu kollektiver Liebe.
Erst, wenn wir fähig sind, uns selbst unbedingt zu lieben,
sind wir fähig, jeden anderen Menschen als hochwertige,
gleichwertige Seele zu lieben.
„Weg nach innen“......
Für den Weg nach innen gibt es viele Namen:
Einkehr, Innerlichkeit, Besinnung, Meditation, Umkehr,
Buße, Fasten, Gebet...
Auch den Weg nach außen benennen wir mehrfach:
Aktion, Bewegung, Handeln, Gesellschaftsveränderung,
Reform, tun...
Der Weg nach außen ist ohne den Weg nach innen
sinnlos – wie auch umgekehrt
Der Weg nach außen wird ohne den Weg nach innen zur
„Flucht nach außen“ blinder Aktionismus,
Tun um des Tuns willen, leere Hektik.
Der Weg nach innen wird ohne den Weg nach außen zur
„Flucht nach innen“, hilflose Verinnerlichung, arme Seelenidylle
des Gescheiterten.
Der wahre Weg nach innen führt hinaus - der wahre Weg nach
außen kommt von innen.
Bedenke, dass die beste Beziehung die ist, in der jeder Partner
den anderen mehr liebt als braucht.
Nichts wollen, gleichgültig sein beinhalten auch die Verantwortungslosigkeit. Dadurch müssen andere einspringen, um ihn zum wollen zu bringen oder sogar seinen Willen zu ersetzten.
Bei „gleichgültig“ ist es ähnlich:
Der, dem nicht alles gleichgültig ist, macht die Arbeit, rettet die Beziehung usw. Der, der nichts will oder gleichgültig ist, muss kein Risiko eingehen und damit auch keine Verantwortung, etwas falsch zu machen oder unangenehme Reaktionen zu bekommen.
Vielen Menschen die nicht Verantwortung übernehmen wollen und dadurch eine für sie passende Rolle übernehmen, erfahren meist Verantwortung als etwas Bedrückendes und Belastendes.
Es macht ihnen angst, sich mit dem zu konfrontieren, was sie noch nicht können oder was ihnen (oder anderen) an sich nicht gefällt.
Wenn ich aggressiv bin ist es meine Absicht die andere Person zu dominieren oder sie zu demütigen.
Wenn ich unsicher bin verspüre ich oft Ängste und Enttäuschung über meine Vorgehensweise, Selbstmitleid und vielleicht auch Wut auf mich selbst, weil ich mich schwach gezeigt habe.
Ich darf nicht einen "Papa" oder eine "Mama" im Hinterkopf behalten,
der oder die für mich die Probleme löst. Es ist dumm, mit angezogener Handbremse und schleifender Kupplung zu fahren.
Ich muss nicht auf das starren, was mich stört,
sondern sehen, was mich schwächt.
Sobald du aufhörst etwas nach deinen Vorstellungen haben zu wollen,
betrittst du den großen Raum der Freiheit.
Die Einladung ( Oriah Mountain Dreamer )zurück nach oben
Es interessiert mich nicht, wie du dein Geld verdienst. Ich will wissen, wonach du dich sehnst, und ob du es wagst, davon zu träumen, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.
Es interessiert mich nicht, wie alt du bist. Ich will wissen, ob du es riskierst, dich für die Liebe lächerlich zu machen, für deine Träume, für das Abenteuer, lebendig zu sein.
Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen. Ich will wissen, ob du den Kern deines Leidens berührt hast, ob du durch die Enttäuschungen des Lebens geöffnet worden bist, oder zusammengezogen und verschlossen, aus Angst vor weiterem Schmerz.
Ich will wissen, ob du im Schmerz stehen kannst, meinem oder deinem eigenen, ohne etwas zu tun, um ihn zu verstecken, ihn zu verkleinern oder in Ordnung zu bringen.
Ich will wissen, ob du mit Freude sein kannst, meiner oder deiner eigenen, ob du mit Wildheit tanzen und dich von Ekstase füllen lassen kannst bis in die Spitzen deiner Finger und deiner Zehen, ohne uns zu ermahnen, vorsichtig zu sein, realistisch zu sein, oder an die Beschränkungen des Menschseins zu erinnern.
Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du mir erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob du einen anderen enttäuschen kannst, um dir selber treu zu bleiben. Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob du treu sein kannst und darum vertrauenswürdig. Ich will wissen, ob du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist, und ob du dein Leben aus sich selbst heraus entspringen lassen kannst.
Ich will wissen, ob du mit Versagen leben kannst, deinem und meinem, und trotzdem am Ende eines Sees stehen kannst, um zum silbernen Vollmond zu rufen "Ja!".
Es interessiert mich nicht zu wissen, wo du lebst, und wieviel Geld du hast. Ich will wissen, ob du nach der Nacht der Trauer und Verzweiflung aufstehen kannst, müde und zerschlagen, um dich um die Kinder zu kümmern.
Es interessiert mich nicht, wer du bist und wie es kommt, dass du hier bist. Ich will wissen, ob du in der Mitte des Feuers mit mir stehst ohne zurückzuweichen.
Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast. Ich will wissen, was dich von innen trägt, wenn alles andere wegfällt.
Ich will wissen, ob du alleine mit dir sein kannst, und ob du deine Gesellschaft in den leeren Momenten wirklich magst. (Oriah Mountain Dreamer)
Das Vertrauen ist zum Glauben herabgesunken, es beruht nicht auf Erfahrung. Man hat die Menschen gelehrt zu glauben statt aus eigener Erfahrung zu wissen - da liegt der Fehler, den die Menschheit gemacht hat. Glaube niemals! Wenn du nicht vertrauen kannst, ist es besser zu zweifeln. (Osho)
"Sex und Liebessucht"
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Inhaltsverzeichnis
1. Merkmale der Sex- und Liebessucht
2. Merkmale der Genesung
3. 40 Fragen zur Selbstdiagnose
4. Süchte in der Beziehung5. Formen der Sucht.....
* Sexsucht
* Romanzensucht
* Beziehungssucht Sexsucht
Merkmale der Sex- und Liebessucht
1. Da wir nur wenige gesunde Grenzen haben, lassen wir uns sexuell auf Menschen ein und/oder werden emotional von ihnen abhängig, ohne sie zu kennen.
2. Aufgrund unserer Angst vor Verlassenheit und Einsamkeit verharren wir in schmerzhaften, zerstörerischen Beziehungen und wiederholen diese Beziehungsmuster ständig. Wir verbergen dabei unsere Abhängigkeitsbedürfnisse vor uns selbst und anderen, werden immer isolierter und entfremden uns mehr und mehr von Freunden, geliebten Menschen, uns selbst und Gott.
3. Weil wir emotionale und/oder sexuelle Entbehrung fürchten, gehen wir zwanghaft eine Beziehung nach der anderen ein und verwickeln uns darin. Manchmal haben wir dabei auch mehrere sexuelle oder emotionale Verhältnisse gleichzeitig.
4. Wir verwechseln Liebe mit Bedürftigkeit, körperlicher und sexueller Anziehung, Mitleid oder dem Bedürfnis zu retten oder gerettet zu werden.
5. Wir fühlen uns leer und unvollständig, wenn wir alleine sind. Obwohl wir Intimität und Bindung fürchten, suchen wir fortwährend nach Beziehungen und sexuellen Kontakten.
6. Wir sexualisieren Stress, Schuld, Einsamkeit, Ärger, Scham, Angst und Neid. Wir benutzen Sex oder emotionale Abhängigkeit als Ersatz für Pflege, Fürsorge und Unterstützung.
7. Wir benutzen Sex und emotionale Verwicklungen, um andere zu manipulieren und zu kontrollieren.
8. Durch romantische oder sexuelle Besessenheit bzw. Fantasien werden wir unbeweglich oder ernsthaft verwirrt.
9. Wir vermeiden es, die Verantwortung für uns selbst zu übernehmen, indem wir uns von Menschen abhängig machen, die emotional unerreichbar sind.
10. Wir bleiben Sklaven emotionaler Abhängigkeit, romantischer Intrigen oder zwanghafter sexueller Aktivitäten.
11. Um zu vermeiden, dass wir uns verletzbar fühlen, ziehen wir uns vielleicht aus allen intimen Verbindungen zurück und verwechseln sexuelle und emotionale Magersucht mit Genesung.
12. Wir schreiben anderen magische Fähigkeiten zu. Wir idealisieren und verfolgen sie und beschuldigen sie dann, unsere Fantasien und Erwartungen nicht zu erfüllen.
Merkmale der Genesung
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1. Wir versuchen, eine dauerhafte Beziehung zu einer Höheren Macht zu entwickeln, in dem Bewusstsein, dass wir nicht alleine sind in unseren Bemühungen, von der Sucht zu genesen.
2. Wir sind dazu bereit, verwundbar zu sein, weil unsere Vertrauensfähigkeit durch den Glauben an eine Höhere Macht wiederhergestellt wurde.
3. Nur für heute geben wir unsere ganze Lebensstrategie und Besessenheit auf, mit der wir romantische und sexuelle Intrigen und emotionale Abhängigkeiten verfolgen.
4. Wir lernen, Situationen zu vermeiden, die uns physisch, psychisch, moralisch oder spirituell gefährden könnten. 5. Wir lernen, uns selbst anzunehmen und zu lieben, die Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen und auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten, bevor wir uns auf andere einlassen.
6. Wir sind dazu bereit, um Hilfe zu bitten, uns selbst zu erlauben, verwundbar zu sein und zu lernen, anderen zu vertrauen und sie anzunehmen.
7. Wir erlauben uns, durch den Schmerz zu gehen, der aus unserem geringen Selbstwertgefühl resultiert und aus der Angst vor dem Verlassenwerden und der Angst vor Eigenverantwortlichkeit.
8. Wir fangen an, unsere Unvollkommenheit und unsere Fehler als Teil unseres Menschseins anzunehmen. Während wir an unseren Charakterfehlern arbeiten, werden falsche Scham und Perfektionismus von uns genommen.
9. Allmählich ersetzen wir selbst zerstörerische Ausdrucksarten unserer Gefühle durch Ehrlichkeit.
10. Wir zeigen ehrlich, wer wir sind und entwickeln dabei in der Beziehung zu uns selbst und zu anderen echte Intimität.
11. Wir lernen Sex als Nebenprodukt von Bindung, Vertrauen, Teilen und Kooperation in einer Partnerschaft zu schätzen.
12. Gesundheit, die ein alltägliches Fundament hat, stellt sich dann ein, wenn wir am Prozess, der Genesung arbeiten.
40 Fragen zur Selbstdiagnose
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Die folgenden Fragen sind als Richtlinien gedacht, um mögliche Anzeichen,
die auf Sex- und Liebessucht hindeuten, zu erkennen. Sie sind nicht gedacht als todsichere Methode, eine Diagnose zu erstellen, noch können
negative Antworten auf diese Fragen die absolute Garantie dafür sein, dass die Krankheit nicht vorliegt.
Viele Sex-und Liebessüchtige zeigen ganz unterschiedliche Muster, aus denen heraus sie die Fragen sehr verschieden angehen und beantworten.
Ungeachtet dieser Tatsache haben wir festgestellt, dass kurze, spezifische Fragen oft ein ebenso wirksames Werkzeug für die Selbst-Diagnose sind, wie lange Erklärungen darüber, was Sex- und Liebessucht ist.
Uns ist klar, dass die Diagnose von Sex- und Liebessucht eine sehr ernst zu nehmende und sehr persönliche Angelegenheit ist.
Wir hoffen, dass sich diese Fragen als hilfreich erweisen.
1.) Hast Du jemals versucht, die Häufigkeit deiner sexuellen Kontakte zu kontrollieren oder wie oft du jemanden triffst?
2.) Ist es dir unmöglich, aufzuhören, eine bestimmte Person zu sehen, selbst wenn du weißt, dass es dir schadet, diese Person zu sehen?
3.) Willst du nicht, dass jemand etwas über deine sexuellen und romantischen Aktivitäten weiß? Hast du das Bedürfnis, diese Aktivitäten vor anderen _ Freunden, der Familie, Mitarbeitern, Therapeuten ... zu verbergen? 4.) Wirst du »high« von Sex und/oder Romanzen?
5.) Hattest du sexuelle Kontakte zu unangebrachten Zeiten, an unangemessenen Orten und/oder mit unpassenden Personen?
6.) Stellst du Regeln für dich auf oder gibst dir Versprechen in bezug auf dein sexuelles oder romantisches Verhalten, die du dann nicht einhalten kannst?
7.) Hattest oder hast du Sex mit jemanden, mit dem du gar nicht schlafen wolltest (willst)?
8.) Glaubst du, dass Sex und/oder eine Beziehung dein Leben tragbar machen? 9.) Hattest du jemals das Gefühl, unbedingt Sex zu brauchen?
10.) Glaubst du, dass jemand dich »total in seinen Bann« ziehen kann?
11.) Führst du eine Liste _ schriftlich oder sonstwie von der Anzahl der Partner, die du gehabt hast?
12.) Fühlst du Verzweiflung oder körperliches und geistiges Unbehagen, wenn du nicht bei deinem Liebhaber oder sexuellen Partner bist?
13.) Hast du den Überblick verloren über die Anzahl der sexuellen Partner, die du hattest?
14.) Löst dein Bedürfnis nach einem Liebhaber, nach einem sexuellen »Kick« oder nach einem Lebensgefährten, Verzweiflung in dir aus?
15.) Hast du sexuelle Kontakte ohne Rücksicht auf die Folgen (z.B. die Gefahr ertappt zu werden oder das Risiko, Herpes, Gonorrhoe, AIDS ...zu bekommen)?
16.) Hast du festgestellt, dass es ein Muster von dir ist, immer wieder Beziehungen einzugehen, die dir schaden?
17.) Hast du das Gefühl, dass dein einziger oder hauptsächlicher Wert in einer Beziehung in deiner Fähigkeit besteht, »es im Bett zu bringen« oder für einen »emotionalen Schuss«, d.h. die notwendigen emotionalen Wechselbäder, zu sorgen?
18.) Fühlst du dich wie eine leblose Marionette, wenn in deiner Umgebung niemand ist, mit dem du flirten kannst? Hast du das Empfinden, nicht »wirklich lebendig« zu sein, wenn du nicht mit deinem sexuellen/romantischen Partner zusammen bist?
19.) Hast du das Gefühl, einen Anspruch auf Sex zu haben?
20.) Befindest du dich in einer Beziehung, die du nicht aufgeben kannst?
21.) War deine finanzielle Sicherheit oder dein sozialer Status jemals dadurch bedroht, dass du auf einen Partner fixiert warst?
22.) Glaubst du, dass der Grund für die Probleme in deinem »Liebesleben« darin liegt, nicht genug Sex oder nicht die richtige Art des sexuellen Kontaktes zu haben _ oder weil du weiterhin mit der »falschen« Person zusammenbleibst?
23.) Wurde bei dir jemals eine ernsthafte Beziehung durch sexuelle Seitensprünge bedroht oder zerstört?
24.) Hast du das Gefühl, das Leben hätte ohne Liebesbeziehung oder ohne Sexualität keinen Sinn? Hast du das Gefühl, ohne Identität zu sein, wenn du nicht die/der Geliebte von jemand bist?
25.) Ertappst du dich dabei, mit jemanden zu flirten oder jemanden anzumachen, selbst wenn du es gar nicht willst?
26.) Beeinträchtigt dein sexuelles und/oder romantisches Verhalten deinen Ruf?
27.) Hast du sexuelle Kontakte und/oder »Beziehungen«, um mit den Problemen des Lebens fertig zu werden oder vor ihnen zu fliehen?
28.) Fühlst du dich unwohl in Bezug auf deine Selbstbefriedigung, wegen der Häufigkeit mit der du masturbierst, wegen der Fantasien, mit denen du dich beschäftigst, wegen der Hilfsmittel, die du benutzt und/oder wegen der Orte, wo du masturbierst?
29.) Beschäftigst du dich mit Praktiken wie Voyeurismus, Exhibitionismus usw., mit Methoden die Unbehagen und Schmerz verursachen?
30.) Stellst du fest, dass du mehr und mehr Abwechslung und Energie für deine sexuellen oder romantischen Aktivitäten brauchst, um einen gewissen Pegel an körperlicher und emotionaler Erleichterung zu erreichen, der für dich »zufrieden stellend« ist?
31.) Brauchst du Sex oder »Verliebtsein«, um dich als ein »richtiger Mann« oder eine »richtige Frau« zu fühlen? 32.) Hast du das Gefühl, dass dein sexuelles und romantisches Verhalten fast so anstrengend ist, wie es wäre, eine Drehtür anzuhalten? Bist du am Ende deiner Kräfte?
33.) Bist du unfähig, dich auf andere Gebiete deines Lebens zu konzentrieren, weil deine Gedanken und Gefühle ständig um eine andere Person oder um Sexualität kreisen?
34.) Bist du von Gedanken an eine bestimmte Person oder ein bestimmtes Geschehen besessen, obwohl diese Gedanken dir Schmerz, krankhafte Begierde oder Unbehagen bereiten?
35.) Hattest du jemals den Wunsch, mit deinen sexuellen oder romantischen Aktivitäten für einen gewissen Zeitraum aufzuhören oder sie zu kontrollieren? Hattest du jemals den Wunsch, emotional weniger abhängig zu sein?
36.) Hast du das Gefühl, dass der Schmerz in deinem Leben zunimmt, egal was du tust? Hast du die Befürchtung, dass du im tiefsten Inneren nicht annehmbar bist?
37.) Hast du das Gefühl, dass es dir an Würde und Ganzheit fehlt?
38.) Hast du das Gefühl, dass dein sexuelles Leben und/oder deine Romanzen dein spirituelles Leben in negativer Weise beeinflussen?
39.) Hast du das Gefühl, dass dein Leben wegen deines sexuellen und/oder deines Verhaltens in Romanzen oder wegen deiner starken Abhängigkeitsbedürfnisse nicht mehr zu meistern ist?
40.) Hast du jemals gedacht, dass du mit deinem Leben mehr anfangen könntest, wenn du nicht so zwanghaft sexuellen und romantischen Aktivitäten nachjagen müsstest?
Sex kann zur Sucht werden.
Menschen, die sexsüchtig sind, suchen immer wieder den Reiz des
Verführens, den Kick des Aufreißens.
Schnelle Erregung, der Rausch des Höhepunktes, täglich, häufig
mehrmals täglich, wird zum Muss.
Es spielt keine Rolle, wer die Sexpartner sind, welche Bedürfnisse sie haben.
Ein schneller Blick, intensives Taxieren,
anmachen, abschleppen ins Bett: Stationen eines Sexrausches.
Für viele Sexsüchtige beginnt so der Weg
ins soziale Aus, sie setzen sich unwürdigen Situationen aus,
um einen Sexpartner zu finden, sie belügen und
betrügen ihre Partner und Familien.
Oft führen Sexsüchtige ein Doppelleben, machen Schulden, spielen
das Spiel der Normalität.
Sexsüchtig zu sein, erfordert ein gutes Gedächtnis, macht viel
Arbeit und ist sehr anstrengend. Hinter der Sexsucht stecken
meist ungelöste innere Konflikte.
Minderwertigkeitsgefühle, gestörte emotionale Beziehungen,
zwanghafte Suche nach Nähe; die Sucht bietet keinen Ausweg.
Und wie bei anderen Süchten auch, dreht sich der Süchtige
wie in einer Spirale.
Das Verlangen wächst, die Hoffnung endlich Befriedigung zu
finden steigt, die Enttäuschung folgt auf dem Fuße und erneut
keimt Hoffnung auf, dass mit dem nächsten „Mal“ endlich
die ersehnte Erfüllung kommt.
Wieder vergebens: Leere, Suche, Verzweiflung warten erneut
auf den Süchtigen. Alltag eines Süchtigen. Für ihn zählt nur, den
Druck zu mindern, die Spannung abzubauen, mit Sex andere
Empfindungen zu betäuben.
Nicht fühlen: so könnte sein Programm lauten.
Süchte in der Beziehung
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Der Begriff Suchtbeziehung wurde in den vergangenen Jahren entdeckt.
Die Idee, eine Beziehung selber könne zur suchterzeugenden Substanz werden und Suchtgeprägte Verhaltensmuster hervorbringen, hatte
anfangs sogar etwas Aufrührendes.
Es war nur schwer verständlich, dass ein Mensch tatsächlich nach einer Beziehung süchtig sein oder eine Beziehung aus bestimmten Suchtformen entstehen könnte. Heute wissen wir bereits soviel: Süchtige bauen Suchtbeziehungen auf.
Dass es Gründe und Ursachen geben muss, warum unsere Beziehungen in der heutigen Gesellschaft in Trümmern liegen, ist schon für fast jeden klar.
Einerseits ist das Beziehungsmodell der Vorzeit überholt, es ist sehr schwierig ein Neues zu kreieren und ich denke, wir sind grad allesamt dabei in den Babyschuhen, dieses neu zu entdecken.
Dass uns das aber gelingt, müssen wir das alte Beziehungsverhalten, die alten Rollenspiele, das vorgelebte unser Eltern und Großeltern über Bord werfen bzw. Elemente davon und durch neue ersetzen.
Unsere Erfahrungen, unser heutiges Bewusstsein, vor allem aber das stetige An-uns-Arbeiten um die Blockaden und Altlasten loszuwerden ist Voraussetzung, einen neuen Magnetismus zu erschaffen..….
Neue Beziehungen, neue Menschen anzuziehen….
Um erstmals die Liebe zu spüren…
denn wie sich Liebe anfühlt, wissen wir wahrscheinlich nicht….
weil sie mit Süchten, Abhängigkeiten, Glaubenssätzen etc. verhaftet ist.
Das Suchen von Nähe – gesunde Beziehungen
Was wissen wir in unserer Kultur eigentlich über Nähe?
Ich glaube, nicht sehr viel, da wir nämlich in einem System leben, das sich durch Nähe fürchterlich bedroht sieht.
Obwohl uns Nähe und Intimität ständig auf recht penetrante Weise verkauft werden, ist vieles von dem, was wir in dieser Hinsicht aus den Medien und unseren Institutionen lernen, eigentlich eine Form von Sucht, seien es nun Sex- Romanzen oder Beziehungssucht.
Normalerweise sind die in diesen Zusammenhängen dargestellten Beziehungen durch Sucht geprägt.
Die meisten von uns haben nur selten die Gelegenheit, Menschen zu erleben, die wirklich wissen, was Nähe und Berührungen, Zärtlichkeiten von Herzen, heißt.
Und gewiss gibt es noch weniger Paare, die uns zeigen könnten, was eine aufrichtige, vertraute Beziehung eigentlich ist.
Aber wir sehnen uns danach. Wir wissen, dass Nähe wichtig ist.
Und wir tun genau die Dinge, die man uns beigebracht hat und von denen wir glauben, sie könnten Nähe und Vertrautheit herstellen – und doch bleibt immer ein seltsames Gefühl der Leere, so, als fehle etwas.
So bleibt uns nichts anderes übrig, als es uns selbst zu erarbeiten.
Bei uns selbst anzufangen, Neues zu erlernen! Nähe zu uns selbst
Eine wesentliche Grundvoraussetzung für Nähe und Intimität lautet:
Wir müssen uns selbst nahe sein.
Solange wir Nähe von außen erwarten,
werden wir sie niemals richtig erleben und auch nicht fähig sein,
sie mit anderen zu teilen.
Wollen wir einem anderen Menschen nahe sein, müssen wir zunächst einmal wissen, wer wir sind, was wir fühlen, was wir denken, wo unsere Stärken und Schwächen liegen, was uns wichtig ist und was wir wollen.
Wenn wir all das für uns selber nicht wissen, wie sollen wir dann einen anderen Menschen daran teilhaben lassen?
Süchtige sind nicht in der Lage, Nähe zu sich selbst herzustellen, denn sie haben ihr inneres Informationssystem mit Hilfe ihrer Sucht abgeschaltet.
In folge dessen mangelt es ihnen an Informationen über ihre Gefühle, ihre Gedanken und ihr Selbstbild.
Nähe und Vertrautheit erfordern meiner Ansicht nach eine ganz wesentliche Fähigkeit, nämlich WAHRNEHMUNG.
Wer sich selbst kennt muss spüren, wann er ein Bad benötigt, wann er müde ist etc. Er muss wahrnehmen können, was er mag und nicht mag.
Die genaue Definition und Wahrnehmung von den verschiedenen Gefühlen und deren Unterschiede kennen.
Wie fühlt sich Verletztheit, Ärger, Angst, Einsamkeit, Bedürftigkeit, Glück oder Wohlbefinden in seiner reinen Essenz an.
Es fehlt so vielen Menschen ein Bewusstsein für sich selbst, ihre Gefühle, ihre Gedanken und ihr Wissen, dass sie keine Möglichkeit sehen, sich jemals einem anderen mitzuteilen
Wenn wir mit unseren Gefühlen in Berührung kommen, müssen wir zunächst einmal lernen, was wir mit ihnen anfangen und wie wir ihnen
Ausdruck verleihen, damit wir sie nicht einfach auf den Nächstbesten
ausspucken – alte gestaute Gefühle - (durch zu langes Unterdrücken oder Verdrängen etc. triffst dann den Unschuldigen).
Meiner Ansicht nach ist es ganz wesentlich zuerst mit den "alten Gefühlen" in Verbindung zu kommen.
Wer auch immer diese Gefühle ausgelöst hat im Heute – Kollegen, Partner, Freunde - eigentlich machte er uns ein Geschenk:
da wir nämlich mit seiner Hilfe mit alten, längst begrabenen Teilen unserer Vergangenheit in Berührung kommen und wieder die Chance bekommen, sie zulassen und transformieren zu können.
Die Zeit heilt diese Wunden nicht...
Und es ist ein Irrtum, wenn man glaubt, nur die Personen auszutauschen,
die uns erinnern, wir können ruhig davon laufen, aber das Problem läuft mit.
Das Schicksal gönnt uns eine kleine Verschnaufpause und schwups schon befinden wir uns in der nächsten Situation mit ähnlicher Farbnuance und bald kommt uns die Idee, der Wiederholung.
Sobald etwas in uns ausgelöst wird, sollten wir die Gefühle durcharbeiten in welchem Zusammenhang sie stehen und was sie für uns bedeuten.
Es gibt eine Menge Leute, die wahrhafte Experten sind im "Über - Gefühle - Reden" sind, nur im "Durchleben" von Gefühlen sind sie nicht besonders gut.
Solche Menschen können ihre inneren Vorgänge und das, was sie nach außen ausdrücken, nicht gut miteinander in Einklang bringen.
Doch genau diese Art der Übereinstimmung ist notwendig, wenn wir Nähe zu uns selbst herstellen wollen.
Haben wir erst mal ein gewisses Maß an Wissen, Information, Bewusstsein und Gegenwärtigsein in Bezug auf unser Selbst, ist es auch möglich, diesen Prozess, den unser Wesen darstellt, mit einem anderen zu teilen.
Dies stellt erst ein Potenzial für Nähe und Intimität zwischen zwei Menschen her. Wer jedoch seinem eigenen Prozess nicht folgt, wird diesen niemals mit anderen Menschen teilen können.
Formen der Sucht
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Das Vermeiden von Nähe
Alle beschriebenen Suchtformen haben anscheinend die Nähe zum anderen zum Ziel und sind dennoch das Gegenteil, nämlich Flucht vor Nähe.
Wer süchtig nach Sex, Romanzen oder Beziehungen ist, wird lauthals protestieren und behaupten, er suche wirkliche eine vertraute, enge Beziehung, das sei doch das was wir vom Leben erwarten!
Wenn wir Nähe zu anderen herstellen wollen, müssen wir zunächst einmal bereit sein, uns selber nahe zu sein – und jede Sucht, egal wonach, vermeidet dieses Nah-bei-sich-Sein.
Da wir in einer süchtigen Gesellschaft leben, führen die Fähigkeiten,
die man uns für den Aufbau von Beziehungen mitgegeben hat, beinahe zwangsläufig zu Pseudo-Beziehungen.
So haben wir beispielsweise gelernt, dass intime Partnerschaft etwas mit gegenseitiger Abhängigkeit zu tun hat.
Jede Form von Abhängigkeit ist zerstörerisch.
Solche Beziehungen können nicht intim und vertraut sein.
Abhängigkeit tötet Nähe.
Die meisten Menschen glauben, man müsse eine Beziehung brauchen,
sonst würde man verlassen werden.
Nähe zu anderen
Wie steht es nun mit Nähe und Intimität in Beziehung?
Nähe und Intimität werden beeinträchtigt
von Ablehnung von Verantwortung. das Aufrechterhalten der Kontrollillusion; schließlich von Unehrlichkeit und letztlich von Selbstbezogenheit.
Jedes dieser vier Verhaltensmuster zerstört garantiert jegliche Nähe und jede Beziehung. Und Suchtbeziehungen sind auf diesen Prozessen aufgebaut.Selbstbezogenheit:
Solche Menschen neigen dazu, die Gefühle und Aktivitäten ihrer Partner entweder für oder gegen sich zu empfinden – und dementsprechend reagieren sie.
Sie sehen sich selbst als Mittelpunkt des Universums und setzen alles in ihrer Umgebung in Bezug zu sich.
Die Annahme, dass sämtliche Gefühle und Gedanken des Partners durch uns verursacht sind.
Wenn unser Partner also deprimiert ist, stellt sich sofort die Frage
"Was habe ich bloß getan? Doch was im außen als Sorge um den anderen erscheint, ist in Wirklichkeit pure Selbstbezogenheit.( Energethiker Herzenstrainer Graz9
* Sexsucht
* Romanzensucht
* Beziehungssucht Sexsucht:
Merkmale der Sexsucht
Der Süchtige ersetzt eine gute, gesunde Beziehung zu anderen Menschen durch eine krankhafte, kaputte Beziehung.
Seine Beziehung zu der Erfahrung, die in der Lage ist, seine Befindlichkeit so nachhaltig zu verändern, bekommt den zentralen Stellenwert in seinem Leben. Sucht ist im wesentlichen ein spiritueller Zusammenbruch, eine Reise, die von der Wahrheit weg in die emotionale Blindheit führt .....
Sexualität ist mehr als Beziehung haben wollen, oder Paarung.
Sie ist eine Geisteshaltung, ein Mosaik von Wertvorstellungen.
Sexuelle Besessenheit wird zum Fix und dieser Kick wird sich mit diesem Fix geholt.
Es dreht sich alles um diesen Kick, er wird zum zentralen Lebensinhalt.
Man muss mehr und mehr Zeit und Energie in sexuelle Aktivität stecken, um den erwünschten Höhepunkt zu erreichen.
Je weiter sich die Wahrnehmung und das Verhalten von der Realität entfernen, desto stärker werden die Denkprozesse beeinträchtigt.
Die Sexsucht ist eine Überbeschäftigung mit Sex, bei der alles und jedes mit Sex in Verbindung gebracht wird und alle Wahrnehmung und Beziehungen unter einem sexualisierten Licht gesehen werden.
Sie bringt Verwirrung und Angst für den Betroffenen und den Partner.
Aber der Suchtprozess ist nicht unser Wesenskern, wir haben ihn lediglich erlernt, damit wir in eine süchtige Gesellschaft passen.
Sie wird gerne verleugnet, weil sie stark mit Schamgefühlen besetzt ist.
Und sie gehört zu den Süchten, die absolut als normal gilt in unserer Gesellschaft. Dass wir das Beherrschende dieser Krankheit, das Ausmaß der Schmerzen und das damit verbundene Leid kennen, haben wir nur mutigen Menschen zu verdanken, die aus ihrer Isolation getreten sind und ihre Sucht benannt haben.
Masturbation als Kick.....
Irgendwann mal seit der frühen Kindheit masturbiert unsere Beispielfigur.
Unsere Beispielfigur war zufällig auf die "tollen Gefühle" gestoßen und seither war Masturbation eine Quelle des Wohlbefindens.
Es ist die Masturbationszeit ein persönlicher Freiraum, die Zeit in der man ganz bei sich selbst sein kann.
Obwohl unsere Beispielfigur als aufgeschlossene Frau gilt, regelmäßig Geschlechtsverkehr hat, ist es einzig und allein Masturbation, um die sich ihr Sexualleben dreht.
Als sie entdeckt, dass ihr Masturbationsverhalten regelrecht exzessive Züge annimmt, liefert sie sich eine rationale Erklärung: Sie wollte sexuell von niemanden abhängig sein, wollt für sich selbst sorgen, sich keinem Mann, keinem anderen Menschen wirklich öffnen, sich nicht einlassen, vertrauen. Sie hatte keine Kontrolle über ihr Masturbationsverhalten, ES kontrollierte sie.
Obwohl sie ihr Gewissen beruhigt, das niemand darunter leiden müsse, wurde ihr jedoch bewusst, dass SIE darunter litt.
Was nicht heisst, dass ich gegen Masturbation bin, ich zeige lediglich Themen und Probleme für den Alltag auf, die verbreiteter sind, als man glaubt.
Die darunter liegenden Themen jedenfalls sind anzuschauen.
Und vor allem, wenn wir uns ja den "Idealpartner, Seelenpartner, Traumpartner" wünschen.
Bevor wir uns, unser Verhalten und Tun nicht genau beleuchten, sprich selber ein Traumpartner werden, kommen wir nicht dahin.
Die Entstehung von Sexsucht....
Aus Studien ist ersichtlich, dass Sexsucht bei Frauen und Männer oftmals sexueller Missbrauch vorangeht.
Sie haben in ihren Familien gelernt, dass man mit Hilfe von Sex Kontakt herstellt und Macht ausüben kann.
Schon in der Familie lernt der Mensch sich selbst und andere als Objekte zu sehen, die manipuliert werden müssen, um zu Befriedigung zu gelangen.
Man kann die Erziehung und das Vorgelebte nicht rückgängig machen.
Aber Genesung erfordert vom Einzelnen, dass er seine Heilarbeit tut, transformiert, sich freimacht und letztendlich einen persönlichen Paradigmenwechsel vollziehen muss.
Romanzensucht
Romanzensüchtige sind in ihrer Vorstellung von Romantik verliebt.
Die andere Person interessiert sie eigentlich gar nicht.
Sie sind Experten auf dem Gebiet der Illusion, eigentlich leben sie sogar darin.
Für sie ist der Tag an dem der Märchenprinz kommt bei Gott keine Fantasie, sondern reale Erwartung.
Merkmale der Romanzensucht....
Wie bei jedem Süchtigen haben sie auch ein verdrehtes Bild der Realität.
Sie sind derart auf den Schein fixiert, dass Tatsachen nicht viel zählen.
Sie signalisieren Bereitschaft für eine Beziehung oder Sex, wollen im Grunde aber beides nicht.
Sie suchen vielmehr den Kitzel, der in einer neuen Romanze oder einem romantischem Erlebnis liegt. Kerzenlicht, Blumen, der erste Kuss… das ist der Stoff aus dem Romanzensucht besteht.
Man beschäftigt sich vielmehr mit dem Drumherum, als mit dem Gegenüber. Romanzensüchtige haben ein wahres Talent für filmreife Inszenierungen.
Leise Hintergrundmusik, Dämmerbeleuchtung (nicht dass das schlecht wäre).
Ihre Vorstellung von Gefühlen in einer Beziehung beziehen sie aus Filmen und Liebesliedern.
Und sie leben ziemlich in der Zukunft, wenig im Hier und Jetzt.
Sie wollen ihre Partner gar nicht richtig kennen, denn in die Fantasiewelt darf nichts eindringen, kein anderes Bild.
Sie verstehen es unmittelbar Nähe zu jemand herzustellen. "Wir sahen uns in die Augen, und ich wusste, dass dies mein Partner ist… Ein Leben Lang" (Nächste Woche kann das schon ein anderer sein…).
Sie leben von Schwärmereien und lassen nicht wirklich Nähe zu.
Sie haben Angst vor Nähe und vermeiden sie auch.
Die Entstehung der Romanzsucht....
Bei näherer Betrachtung findet sich eine beträchtliche Anzahl von Inzest überlebenden unter den Menschen, die von Romanzen abhängig sind.
Häufig haben Romanzsüchtige sich selbst die Rolle des Wertlosen und Minderwertigen gegeben.
Gefühlsbetonte Fantasien haben oft zum Ziel, einer feindseligen, Furcht einflößenden, gelegentlich sogar gewalttätigen Familiensituation zu entfliehen.
Sie können auch für die Flucht vor einer schlichten, langweiligen perfekten Familiensituation benutzt werden.
Romanzsüchtige kommen häufig aus "Scheinfamilien".
Romanzsüchtige wurden von ihren Familien nie auf das reale Leben vorbereitet. Manchmal versuchen sie dem Horror der Wirklichkeit zu entfliehen.
Diese familiäre Sucht verläuft – wie alle anderen Süchte – progressiv und nimmt daher in jeder nachfolgenden Generation gravierende Formen an, die die Aufrechterhaltung der Illusion zunehmend schwieriger wird.
Menschen die in solchen dem Schein verpflichteten Familien aufwachsen, passen sich gut an das Leben mit Drogen- Sex- oder Beziehungssüchtigen an.
Sie selber neigen häufig zu ESSsüchten, ganz besonders zu Mager- oder Fresssucht.
Romanzsüchtige haben nicht nur den Kontakt zu sich selbst noch nicht gefunden, sie fürchten auch ständig zurückgestoßen oder verlassen zu werden, wenn sie nicht reibungslos in das Fantasiebild ihrer Familie passen.
Dies wiederum erzeugt Wertlosigkeit Romanzsüchtige können sich nicht vorstellen, dass ihre Bedürfnisse auf normale Weise befriedigt werden (was schließlich auch nie der Fall war); infolgedessen glauben sie, auf ganz außergewöhnliche Methoden zurückgreifen zu müssen um auch nur ein Minimum an Anerkennung und Pflege zu bekommen.
Der gesunde Teil des süchtigen Menschen wünscht sich Gefühle und Nähe; der andere, von romantischen Illusionen abhängige Teil ersetzt solche normalen menschlichen Bedürfnisse durch Erregtheit und Romantik.
Zudem empfinden sich Romanzensüchtige immer als unzulänglich, egal, wie sehr sie sich auch bemühen; aus diesem Grund legen sie sich ein Repertoire unnatürlicher Verhaltensweisen zu und schaffen gekünstelte Situationen, damit ihre Bedürfnisse befriedigt werden vielleicht doch befriedigt werden.
Allerdings muss uns klar sein, dass es nicht nur die Familie ist, die unser Denk- und Verhaltensmuster prägt, es sind die Gesellschaft, Institutionen, Medien, etc.
Beziehungssucht
Bei der Beziehungssucht gibt es 2 Typen, die es zu unterscheiden gilt.
Einerseits derjenige, der ständig eine Beziehung braucht, die nach Beziehungen selbst süchtig sind und sich orientierungslos fühlen, wenn sie keine hätten (seien sie nur real oder fantasiert).
Der zweite Typus ist von einer ganz bestimmten Beziehung oder Person abhängig. Im ersten Fall ist der Süchtige auf die Idee fixiert, im zweiten auf eine Person. Beziehungssüchtige des zweiten Typus können lange Zeit ohne Partner auskommen, fixieren sich aber auf den Partner, er wird zum Zentralen Lebensinhalt, wenn Partnerschaft beginnt.
Beziehungssüchtige vom Typus I sind eher süchtig nach der Vorstellung einer Beziehung. Eigentlich haben sie keine Beziehung, sie haben Geiseln.
Beiden Typen haben gemeinsam, dass sie bereitwillig ihre Wertvorstellungen aufgeben, damit sie an der Illusion festhalten können, sie leben in einer Beziehung.
Besessenheit:
Die Beziehung beherrscht das gesamte Denken, sie wirkt sich fast tranceartig und stimmungsverändernd aus; die betreffenden gehen vollkommen in der Beziehung auf.
Ritualisierung:
Aufnahme von Verhaltensweisen, die im Zusammenhang mit dem Aufbau einer Beziehung stehen, wie etwa Gewichtsverlust, Verschönerungskuren durch neue Frisuren, Kleidung usw. Zwanghaftes Beziehungsverhalten: Umgehender Aufbau einer Beziehung und möglichst bald über Heirat sprechen oder tatsächlich heiraten.
Unbedingt an einer Beziehung festhalten, als ginge es ums Leben.
Verzweiflung:
Bewusstsein dafür, dass dieser Fix nicht funktioniert und damit verbundene Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Machtlosigkeit
Merkmale der Beziehungssucht......
Beziehungssüchtige des Typ I wollen um alles in der Welt eine Beziehung.
Stecken sie erst einmal in ihrer Krankheit, interessiert es sie weniger, was oder wer die andere Person ist.
Sie wollen einfach jemanden. Für sie ist eine Beziehung nicht etwas, das sich entfaltet und wächst; sie prüfen nicht, ob Hintergrund, Wertvorstellungen oder Lebenserwartungen überhaupt zusammenpassen.
Beziehungssüchtige gehen einfach drauf los.
Sie sind meisterhafte Betrüger. Es ist ihr Lebensinhalt.
Sie haben Fertigkeiten entwickelt, eine Beziehung aufzubauen.
Tatsächlich sind Beziehungssüchtige aufgrund dieser Fertigkeiten schwer zu entlarven (für andere und für sich selbst).
Außerdem täuschen sie oft Offenheit vor.
Sie setzen ihr Manipulations- und Kontrollgeschick unter dem Vorwand ein, sie wollten eine Beziehung aufbauen.
Beide Typen beherrschen die oberflächlichen Techniken der sozialen Interaktionen.
Sie haben zwar nicht wirklich eine Ahnung, was Freundschaft ist und wie echte Nähe hergestellt werden kann, aber sie können hervorragend Beziehungen simulieren.
Die Angst vor Nähe veranlasst sie, viel lieber mit der Illusion der Nähe zu leben und schaffen sich demnach schon solche Situationen, in denen sie das Opfer sein können und sich bevor es wirklich tief geht, zurückziehen.
Beiden Typen ist der absolute Horror vor dem Allein sein gemeinsam.
Sie fühlen sich schon allein, wenn kurzzeitig kein Mensch an ihrer Seite ist.
Sie müssen sich fast zwangsläufig von einer Beziehung in die nächste begeben.
Sie nehmen sich nicht die Zeit, um die vorige Beziehung überhaupt zu verarbeiten. Erwiesenermaßen muss jeder Teil einer Beziehung bei Beendigung die Trauerphase durchleben, denn jedes Ende geht auch, bewusst oder unbewusst, mit dem Gefühl des "Versagt Habens" einher.
Das ist völlig normal, auch wenn man selber derjenige ist, der die Beziehung beendet hat.
Auf jeden Fall nimmt derjenige, die unverarbeiteten Gefühle in die neue Beziehung mit.
Dass der Weg so schon noch unfreier ist, erübrigt sich zu sagen…..
Beziehungssüchtige leiden unter Gedächtnisschwund.
Sie vergessen gezielt Elemente dessen, was vor einem Jahr, letzte Woche oder gestern war.
Sie belügen sich selbst und andere, damit nicht sichtbar wird, welche Opfer sie für sich und die Familie auf sich nehmen – um in der Beziehung bleiben zu können. Nicht selten setzen sie das Wohl ihrer Kinder aufs Spiel, in dem die Kinder als Vorwand genommen werden; somit wieder keine Verantwortung für das Tun übernommen wird.
Beziehungssüchtige geben nicht nur ihre moralischen und andere Wertvorstellungen auf.
Sie verwenden auch unendlich viel Zeit auf den Versuch, die Beziehung aufrechtzuerhalten, sodass ihnen die notwendige Zeit für ihre Persönlichkeitsentwicklung, Freiheit in der Beziehung und Freude, fehlt.
Da sie ein ausgeprägtes Kontrollbedürfnis haben (man erinnere sich an die Geisel), wenden sie viel Zeit und Energie auf um die Beziehung willentlich halten zu können.
Mit Hartnäckigkeit und Engagement wollen sie die Liebe "halten".
Sie werden immer kontrollierender, defensiver und vorwurfsvoller.
Männer, die von Beziehungen abhängig sind, glauben, ohne eine Frau nicht leben zu können; beziehungssüchtige Frauen dagegen sind der Ansicht, dass sie ohne einen Mann keine Identität haben, ohne Mann weniger Wert sind in der Gesellschaft.
Sie beziehen ihr Selbstbild aus der Beziehung.
Sie haben zum Motto: "Wenn Du nicht da bist, habe ich das Gefühl, als ob ich nicht lebe – also muss ich dich lieben…." Für sie ist Leid und Liebe dasselbe!
Wer nicht leidet, kann nicht lieben….
Beziehungssüchtige sind oft durch die Tatsache des Vorlebens des Partners beunruhigt und reagieren eifersüchtig.
Sie können es nicht ertragen, dass der Mittelpunkt ihrer Sucht mit jemand anderem außer ihnen zusammen gewesen sein soll oder zusammen ist.
Auf Freunde, Verwandte, Kollegen etc. eifersüchtig ist, aus demselben Grund. Damit es eine echte Beziehung ist, muss ein Vakuum existieren.
Je länger die Beziehung dauert, umso eifersüchtiger wird man.
Für einen Menschen, der abhängig ist von Beziehungen sind Gefühle der Eifersucht wahrscheinlich normal.
Beziehungssüchtige sind ständig unruhig und deprimiert.
Da sich ihr Selbstwertgefühl, ihre eigene Bedeutung und ihre Sicherheit einzig aus der Beziehung speisen, müssen sie sich an sie klammern.
Wer dies von einer Beziehung verlangt, erwartet natürlich etwas vollkommen Unmögliches.
Wird sich der Beziehungssüchtige schließlich über die Vergeblichkeit seiner Kontrollversuche bewusst, gerät er in zunehmende Verzweiflung.
Er macht dem Gegenüber ständig Vorwürfe, provoziert Streitereien, wenn das auch nicht fruchtet, sucht er meist den Ausweg, in dem er sich dem nächsten Willigen zuwendet, der auf diese Tricks hereinfällt. (Siehe Inneres Kind – Heilarbeit)
Was wir bis vor kurzem noch als Co-Abhängigkeit bezeichnet haben, ist vermutlich Beziehungssucht und in Wahrheit sind wahrscheinlich auch viele Co-Sexsüchtige,
Beziehungssüchtige.
Die Entstehung von Beziehungssucht.....
Beziehungssucht ist wie schon erwähnt, vollkommen in unsere Gesellschaft integriert.
Bei nahe zu allen Verhaltensmodellen, die uns zum Aufbau
einer Beziehung zur Verfügung stehen, handelt es sich um Modelle von Suchtbeziehungen.
Es ist fast überflüssig zu erwähnen, dass ein von Beziehungen abhängiger
Mensch in einer dysfunktionalen Familie groß geworden ist.
Dieser Herd ist überhaupt für alle Süchte zutreffend.
Da leider solche Familien die Norm in unserer Gesellschaft sind.
Oftmals sieht es so aus, als gäbe es für Beziehungssüchtige
nur einen einzigen Ausweg aus der zerstörerischen unglücklichen Familiensituation: die Beziehung.
Sie ist gleichzeitig Hoffnung und das Ticket in die Freiheit.
Die Ironie ist halt nur, dass das nicht mal bewusst erlebt und
empfunden wird, sondern viel subtiler und unbewusster abläuft.
Oft sind solche Menschen noch sehr jung und unerfahren.
Aus ihren Familien bringen sie keine oder nur vage Vorstellungen
über intakte Beziehungen mit.
Da sie jedoch kaum irgendwelche Fähigkeiten zum Aufbau einer
echten Beziehung besitzen, sehen sie in einer Beziehung geradezu ein
magisches Heilmittel für alles.
Gehen oftmals sexuelle Beziehungen ein, da dies die einzige
Möglichkeit darstellt, Nähe herzustellen.
Ein Bevor man jedoch keine eigene Identität aufbaut,
kommen dann die Vorwürfe an das Gegenüber, da dieser
nicht Imstande ist uns glücklich zu machen, oder der andere "Schuld" sei, wenn es mir schlecht geht…
Solche Beziehungssüchtige sind wie Chamäleons.
Zwecks Aufbau einer Beziehung können sie sich geschickt in genau die Person verwandeln, die der Partner wünscht.
Diese Fähigkeit beherrschen sie perfekt.
Und eigentlich weiß niemand, wer sie wirklich sind, nicht mal sie selbst.
Obwohl es ihnen an richtungsweisenden Beziehungsmodellen aus ihren Familien mangelt und sie nicht wissen, was eine Partnerschaft eigentlich bedeutet, sehen sie in Beziehungen die einzige Überlebenschance.
Die in der Sucht vorherrschenden verdrehten Denkmuster lauten:
meine Eltern haben wirklich eine furchtbare Beziehung
und sie sind wahrscheinlich beide krank, aber letztendlich haben sie überlebt...." Somit haben sie bereits zu Hause gelernt, dass zum "Überleben" wenn auch nur zum minimalen – eine Beziehung gehört.
Dies ist eine Lehre, grade bei Eltern, die wegen der Kinder zusammenbleiben. Sobald innerhalb von Familien der Erhalt von Beziehungen mit Überleben gleichgesetzt wird, kann dies zu Beziehungssucht führen. (Autor Unbekannt)